Mehr als 400 Menschen haben am Freitag in Potsdam gegen die Schließung der Geburtsstation im katholischen St. Josefs-Krankenhaus und weitere Kürzungen im Gesundheitswesen demonstriert. Unter dem Motto „Hände weg von unserer Gesundheit!“ versammelten sich die Teilnehmer vor dem Krankenhaus und zogen anschließend durch die Innenstadt. Auf den Schildern der Demonstrierenden waren Slogans wie „Ein schlanker Staat ist ein kranker Staat“, „Gesundheitspolitik mit Realitätsverlust“ oder „Geborgenheit lässt sich nicht verlagern“ zu lesen.
Hintergrund der Proteste
Die Schließung der Geburtsstation im St. Josefs-Krankenhaus ist Teil eines umfassenderen Sparkurses im Gesundheitswesen, der in der Region Brandenburg auf breite Kritik stößt. Die Demonstranten fordern den Erhalt der medizinischen Versorgung vor Ort und warnen vor einer Verschlechterung der Gesundheitsversorgung, insbesondere für werdende Mütter und Neugeborene. „Wir lassen nicht zu, dass unsere Krankenhäuser kaputtgespart werden“, sagte eine Sprecherin der Initiative.
Reaktionen und Ausblick
Die Protestaktion wurde von einem breiten Bündnis aus Gewerkschaften, Sozialverbänden und Bürgerinitiativen unterstützt. Die Organisatoren kündigten an, den Druck auf die Politik weiter zu erhöhen, falls die Kürzungen nicht zurückgenommen werden. „Die Landesregierung muss endlich handeln und die Krankenhauslandschaft zukunftssicher machen“, forderte ein Teilnehmer. Die nächste Großdemonstration ist für den kommenden Monat geplant.



