Prozess in Nürnberg: Mann soll Frau zum Sex gezwungen und Stieftochter missbraucht haben
Prozess: Frau zum Sex gezwungen und Stieftochter missbraucht?

Ein 59-jähriger Mann aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt steht seit Dienstag vor dem Landgericht Nürnberg. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, über Jahre hinweg seine Frau zur Prostitution gezwungen und seine Stieftochter sexuell missbraucht zu haben. Die Anklage umfasst 250 Fälle schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und 80 Fälle von Vergewaltigung. Zu Prozessbeginn wies der Angeklagte alle Vorwürfe zurück.

Vorwürfe: Rastplatz-Überfall und Online-Angebote

Laut Anklageschrift soll der Mann seine Frau auf einem Rastplatz an der A73 festgehalten haben, damit drei unbekannte Männer sie vergewaltigen konnten. Zudem habe er über das Internet Kontakt zu fremden Männern aufgenommen und diese zum Sex mit sich und seiner Frau nach Hause eingeladen. Die Frau habe nur aus Angst vor weiteren Schlägen ihres Mannes mitgemacht, heißt es in der Anklage.

Missbrauch der Stieftochter über Jahre

Von 2004 bis 2011 soll der Angeklagte seine 1997 geborene Stieftochter wiederholt missbraucht haben – sowohl im Kinderzimmer als auch in einem Hinterraum seiner Werkstatt. Der Angeklagte äußerte sich umfangreich zu den Vorwürfen. Einem Gerichtssprecher zufolge bestritt er den sexuellen Missbrauch der Tochter und den Vorfall auf dem Rastplatz. Die sexuellen Kontakte mit Dritten seien einvernehmlich gewesen, sagte er.

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Prozess mit acht Verhandlungstagen

Das Landgericht Nürnberg hat für den Prozess insgesamt acht Verhandlungstage angesetzt. Der Fall sorgt in der Region für großes Aufsehen. Ein Urteil wird in den kommenden Wochen erwartet.

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