Schüsse in Stade: Sechs Tote bei Beziehungstat in Jugendhilfeeinrichtung
Schüsse in Stade: Sechs Tote bei Beziehungstat

Bei einem Großeinsatz in der niedersächsischen Stadt Stade sind am Dienstag bei Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung sechs Erwachsene getötet worden. Die Polizeidirektion Lüneburg korrigierte damit die zunächst genannte Zahl von fünf Todesopfern nach oben. Mehrere weitere Personen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Es sei nicht auszuschließen, dass die Zahl der Todesopfer noch steige, teilte die Polizei mit. Details zu den Opfern lagen zunächst nicht vor.

Zwei Tatverdächtige festgenommen – mutmaßlicher Schütze in Gewahrsam

Die Polizei nahm zwei Tatverdächtige fest, darunter den mutmaßlichen Schützen. Bei den festgenommenen Personen handelt es sich um einen Mann und eine Frau, beide älter als 21 Jahre, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Lüneburg dem SPIEGEL. Nach SPIEGEL-Informationen geht die Polizei von einer sogenannten „Beziehungstat“ aus. Es gebe persönliche Bezüge in die Jugendeinrichtung. Ein politischer oder extremistischer Hintergrund sei bislang nicht bekannt.

Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften

Polizei und Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Einsatzkräfte riefen die Bevölkerung auf, den betroffenen Bereich weiträumig zu verlassen und den Anweisungen zu folgen. „Aktuell besteht keine weitere Gefahr für die Bevölkerung“, betonte eine Polizeisprecherin. Die Hintergründe der Tat werden derzeit intensiv ermittelt.

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