Bei einer routinemäßigen Polizeikontrolle am U-Bahnhof Hermannplatz haben Beamte einen 57-jährigen Mann gestoppt, der sechs Messer und spitze Werkzeuge bei sich führte. Einige der Waffen trug er griffbereit an seinem Gürtel, wie die Berliner Polizei mitteilte. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagmittag.
Fund bei verdachtsunabhängiger Kontrolle
Der 57-Jährige wurde im Rahmen der regelmäßigen Polizeikontrollen in Berliner U-Bahnhöfen durchsucht, die als Messer- und Waffenverbotszonen gelten. Die Beamten beschlagnahmten die sechs Stichwaffen und stellten Strafanzeige gegen den Mann.
Messerverbot im Berliner ÖPNV seit Juli 2025
Der Berliner Senat hatte im Juli 2025 ein Verbot für Messer und andere Waffen im gesamten öffentlichen Personennahverkehr der Hauptstadt erlassen. Bis April 2026 führten Polizeibeamte über 25.000 verdachtsunabhängige Kontrollen in S-Bahnen, U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen durch. Dabei wurden 250 Messer sichergestellt.
U8 gilt als gefährlichste U-Bahn-Linie Berlins
Mehr als ein Drittel aller Straftaten, die in Berliner U-Bahnhöfen begangen werden, ereignen sich an Bahnhöfen der Linie U8. Ähnlich ist das Bild bei Gewalttaten wie Körperverletzung, Raub, Nötigung, Freiheitsberaubung, Mord, Totschlag, Bedrohung und Sexualdelikten. Damit ist die U8 die gefährlichste U-Bahn-Linie Berlins. Bei den gefährlichsten U-Bahnhöfen belegt der Hermannplatz den dritten Platz.



