Skelett von verschwundener Krankenschwester Delphine Jubillar identifiziert
Skelett von Delphine Jubillar identifiziert

Der Fall der vermissten Krankenschwester Delphine Jubillar, der Frankreich seit Jahren beschäftigt, hat ein trauriges Ende gefunden. Nach dem Fund von Skelettteilen und einem Geständnis ihres bereits inhaftierten Mannes Cédric Jubillar gibt es nun Gewissheit: Die in der südfranzösischen Ortschaft Mailhoc ausgegrabenen Knochen sind die der Ende 2020 spurlos verschwundenen Frau. Dies berichtete der französische Sender TF1 unter Verweis auf die Staatsanwaltschaft.

Hintergrund des Falls

Die damals 33-jährige Krankenschwester verschwand in einer Dezembernacht 2020. Kurz nach 4.00 Uhr meldete ihr Mann sie als vermisst. Das Paar, das zwei kleine Kinder hat, befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Scheidungsphase. Trotz großer polizeilicher Ermittlungen blieb die Frau zunächst verschwunden. Ein halbes Jahr später geriet der Ehemann aufgrund von Ungereimtheiten ins Visier der Fahnder.

Prozess und Geständnis

Im Oktober 2025 wurde Cédric Jubillar in einem Prozess ohne Leiche, Zeugen oder Geständnis zu 30 Jahren Haft verurteilt. Er beteuerte stets seine Unschuld und legte Berufung ein. In einem aus der Haft an seine Anwälte gerichteten Brief räumte er nun überraschend ein, für das Verschwinden seiner Frau verantwortlich zu sein. „Er wolle sein Gewissen erleichtern“, meinten die Anwälte. Manche Kommentatoren sprachen jedoch von Taktieren vor dem im September 2026 startenden Berufungsprozess. Im Polizeiverhör gestand der Mann schließlich, seine Frau im Streit getötet zu haben.

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Indizien und Zeugenaussagen

Zwei Nachbarinnen gaben an, in der Nacht der Tat Schreie einer Frau gehört zu haben. Bekannte berichteten von Drohungen, die der Noch-Ehemann gegen seine Frau ausgesprochen haben soll. Zudem sagten ein ehemaliger Mitgefangener und eine zwischenzeitliche Freundin des Mannes aus, er habe davon gesprochen, seine Frau getötet zu haben. Diese Indizien führten letztlich zur Verurteilung.

Bedeutung des Falls

Der Fall Delphine Jubillar ist einer der bekanntesten Vermisstenfälle Frankreichs. Die Identifizierung des Skeletts bringt nun traurige Gewissheit für die Familie und die Öffentlichkeit. Der Berufungsprozess gegen Cédric Jubillar wird im September 2026 erwartet.

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