Stade: Vater bedroht Familie mit Pistole nach Kinderstreit – Polizei im Einsatz
Stade: Vater bedroht Familie mit Pistole nach Kinderstreit

In Stade-Bützfleth (Niedersachsen) eskalierte am Sonntagabend ein Streit unter Kindern zu einer gefährlichen Bedrohungslage. Ein Vater zog eine Pistole und richtete sie gegen eine andere Familie. Die Polizei rückte mit mehreren Einsatzwagen an und durchsuchte die Wohnung des Tatverdächtigen.

Eskalation nach Kinderstreit

Gegen 21 Uhr am Mühlenweg in Bützfleth kam es zunächst zu einer lautstarken Auseinandersetzung zwischen Erwachsenen. Polizeisprecher Rainer Bohmbach erklärte: „Aufgrund von Streitigkeiten zwischen Kindern sollte es eine Aussprache der jeweiligen Eltern geben, die dann außer Kontrolle geriet.“

Zunächst warfen Angehörige eines Kindes Blumenkübel aus dem Fenster ihrer Wohnung auf Mitglieder der anderen Familie. Die Pflanzschalen verfehlten jedoch ihr Ziel. Auf der Straße eskalierte die Situation weiter: „Einer der Beteiligten schlug einem Familienmitglied der Gegenseite ins Gesicht“, so Bohmbach.

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Bedrohung mit einer Pistole

Im weiteren Verlauf übergab eine bislang unbekannte Person dem Vater der einen Partei eine Schusswaffe. „Diesen nutzte er mit dem Lauf nach unten zunächst dazu, Drohungen gegen die andere Partei auszusprechen. Anschließend begab er sich ins Haus“, berichtete der Polizeisprecher.

Die Polizei stürmte daraufhin die Wohnung und durchsuchte sie gründlich. Die Waffe konnte jedoch nicht gefunden werden. Stattdessen entdeckten die Beamten mehrere Cannabispflanzen und stellten sie sicher. Der Mieter und seine Frau wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Ermittlungen und Zeugensuche

Die Polizei ermittelt nun wegen Bedrohung, Körperverletzung und Verstoßes gegen das Gesetz zum Umgang mit Konsumcannabis. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich bei der Kripo unter der Telefonnummer 04141/102215 zu melden.

Schwere Gewalttaten in Stade

In Stade hatte es zuletzt zwei schwere Gewalttaten gegeben. Am 29. Juni 2026 verübte Fatih G. (45) aus Garbsen einen Amoklauf in einem Mutter-Kind-Heim, bei dem drei Jugendamtsmitarbeiter und drei Angestellte getötet wurden. Nur zwei Wochen später, am 11. Juli, fielen hinter einer Tankstelle Schüsse, zwei Jugendliche wurden festgenommen. Die Kripo ermittelt unter anderem wegen versuchten Totschlags.

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