Tate-Brüdern droht Auslieferung nach Großbritannien
Tate-Brüdern droht Auslieferung nach Großbritannien

Die umstrittenen Influencer Andrew und Tristan Tate sind am Montag vor einem US-Gericht erschienen, nachdem sie am Wochenende im Zusammenhang mit Ermittlungen in Großbritannien festgenommen worden waren. Ihnen droht nun die Auslieferung nach Großbritannien, wo ihnen schwerwiegende Straftaten wie Vergewaltigung und Menschenhandel vorgeworfen werden.

Festnahme in den USA

Die Brüder wurden am Samstag in den USA festgenommen. Die US-Behörden handelten auf Ersuchen der britischen Justiz, die seit Monaten gegen die Tates ermittelt. Die Festnahme erfolgte in Florida, wo die Tates zuletzt ihren Wohnsitz hatten. Einzelheiten zur Festnahme wurden nicht bekannt gegeben.

Vorwürfe der britischen Justiz

Die britischen Behörden werfen Andrew und Tristan Tate vor, zwischen 2015 und 2022 mehrere Frauen vergewaltigt und Opfer des Menschenhandels zu sein. Die Vorwürfe umfassen auch die Gründung einer kriminellen Vereinigung zur sexuellen Ausbeutung von Frauen. Die Tates bestreiten alle Vorwürfe und bezeichnen die Ermittlungen als politisch motiviert.

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Gerichtstermin in den USA

Am Montag erschienen die Brüder vor einem Bundesgericht in Miami. Die Anhörung dauerte mehrere Stunden. Ein Richter entschied, dass die Tates bis zur endgültigen Entscheidung über die Auslieferung in Untersuchungshaft bleiben. Die Verteidigung kündigte an, gegen die Festnahme und die Auslieferung rechtlich vorzugehen.

Auslieferungsverfahren

Das Auslieferungsverfahren könnte sich über Wochen oder Monate hinziehen. Die USA und Großbritannien haben ein Auslieferungsabkommen, das die Überstellung von Verdächtigen ermöglicht. Die Tates müssen nun darlegen, warum sie nicht ausgeliefert werden sollten. Ein Sprecher der britischen Botschaft in den USA erklärte: „Wir begrüßen die Festnahme und erwarten eine zügige Auslieferung, damit die Opfer Gerechtigkeit erfahren.“

Hintergrund der Tates

Andrew Tate, ehemaliger Kickboxer, und sein Bruder Tristan sind durch frauenfeindliche Äußerungen und umstrittene Online-Kurse bekannt. Sie wurden bereits in Rumänien festgenommen, wo ihnen ähnliche Vorwürfe gemacht wurden. Nach ihrer Freilassung reisten sie in die USA. Die jetzige Festnahme zeigt, dass die Justiz weiterhin gegen die Brüder ermittelt.

Reaktionen und Ausblick

Die Anwälte der Tates kritisierten die Festnahme als unrechtmäßig. „Unsere Mandanten sind unschuldig und werden sich gegen diese haltlosen Vorwürfe wehren“, so ein Anwalt. Frauenrechtsorganisationen begrüßten die Festnahme. Die nächste Anhörung ist für August angesetzt. Bis dahin bleiben die Tates in Haft.

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