Zwei Monate nach einem schweren Tigerangriff in Sachsen ist das Opfer seinen Verletzungen erlegen. Der 72-jährige Mann starb am Freitag in einem Krankenhaus, wie die Staatsanwaltschaft Leipzig am Dienstag mitteilte. Der Vorfall ereignete sich am 17. Mai auf dem Gelände einer privaten Tigerhaltung in Dölzig, einem Ortsteil von Schkeuditz bei Leipzig. Ein entlaufener Tiger hatte den Mann damals attackiert und schwer verletzt.
Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung
Nach dem Tod des Mannes hat die Staatsanwaltschaft Leipzig die Ermittlungen aufgenommen. Es besteht der Verdacht der fahrlässigen Tötung, wie die Behörde weiter mitteilte. Der genaue Hergang des Angriffs und die Umstände, die zur Flucht des Tieres führten, sind Gegenstand der Untersuchungen. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob Sicherheitsvorkehrungen auf dem Gelände möglicherweise unzureichend waren.
Der Tiger war am 17. Mai aus seinem Gehege ausgebrochen und hatte den 72-Jährigen angegriffen, der sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Grundstück befand. Der Mann erlitt schwere Verletzungen, die zunächst nicht lebensbedrohlich schienen, sich aber im Laufe der Zeit als tödlich erwiesen. Die genaue Todesursache wurde nicht bekannt gegeben.
Private Tigerhaltung in Dölzig
Die private Tigerhaltung in Dölzig ist seit Jahren bekannt und umstritten. Der Betreiber hält mehrere Großkatzen auf dem Gelände. Nach dem Ausbruch des Tigers im Mai war das Tier von der Polizei erschossen worden, da es eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung darstellte. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an.
Die Staatsanwaltschaft hat noch keine Angaben dazu gemacht, ob sich der Halter des Tigers nun wegen fahrlässiger Tötung verantworten muss. Die Behörde prüft derzeit alle relevanten Fakten, um eine strafrechtliche Bewertung vornehmen zu können. Der Fall hat in der Region für großes Aufsehen gesorgt und die Diskussion über die Sicherheit privater Wildtierhaltungen neu entfacht.



