Das Landgericht Hamburg hat einen 37-jährigen Mann wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt. Der Angeklagte hatte seine Ex-Partnerin im November 2024 in ihrer Wohnung im Stadtteil Altona-Nord mit einer Weinflasche erschlagen und die Leiche in einem Schrank versteckt.
Laut der Vorsitzenden Richterin Birgit Woitas bestritt der Mann die Tat zunächst, legte nach anwaltlicher Beratung jedoch ein umfassendes Geständnis ab. Während der Urteilsverkündung zeigte der 37-Jährige keine Regung. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von elf Jahren und sechs Monaten gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Die Tat ereignete sich am 14. November 2024. Der Angeklagte gab unter Ausschluss der Öffentlichkeit an, dass seine Ex-Partnerin ihn an jenem Morgen abgeholt hatte, während sie den gemeinsamen elfjährigen Sohn zur Schule brachte. In ihrer Wohnung kam es zu einem Streit, bei dem die Frau ein Messer aus der Küche holte. Nach einer Rangelei griff der Angeklagte zu einer vollen Rotweinflasche und schlug sie der Frau auf den Kopf, sodass die Flasche zerbrach. Er versetzte ihr mindestens einen weiteren Schlag. Die 34-Jährige erlitt schwerste Kopfverletzungen und starb.
Nach der Tat wischte der Angeklagte Blutspuren auf, wusch die Leiche in der Badewanne und legte sie in einen Schrank. Zwei Wochen später bemerkten Nachbarn einen üblen Geruch und alarmierten die Polizei, die die Leiche fand. Der Ex-Partner wurde am 10. September 2025 verhaftet. Das Gericht stellte fest, dass die Schuldfähigkeit des Angeklagten zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt war.



