Die Polizei hat auf dem Grundstück eines toten Landwirts aus Aschersleben in Sachsen-Anhalt mehrere Waffen und Munition gefunden. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurden Langwaffen, Kurzwaffen und Waffen nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz sichergestellt und dem Landeskriminalamt zur Auswertung überstellt. Der 46-jährige Landwirt war zuvor tot in der Türkei aufgefunden worden.
Ermittlungen wegen Waffenverstößen
Nach dem Einsatz wurden Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz sowie das Kriegswaffenkontrollgesetz eingeleitet. „Aus ermittlungstaktischen Gründen werden derzeit keine weiteren Einzelheiten bekanntgegeben“, sagte der Polizeisprecher. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt bestanden. Die Auswertung der Waffen werde einige Zeit in Anspruch nehmen, ergänzte ein Sprecher des Landeskriminalamts.
Kein direkter Zusammenhang mit Todesfall
Der Polizeisprecher betonte, dass zwischen dem Polizeieinsatz im Klostergut Winningen, einem Ortsteil von Aschersleben, und dem Todesfall des Landwirts kein unmittelbarer Zusammenhang bestehe. Der Einsatz sei zum Schutz privater Rechte der Angehörigen des verstorbenen Grundstückseigentümers erfolgt. Es habe einen Hinweis auf ein Versteck gegeben, in dem „ein umfangreicher Waffenbestand und Munition aufgefunden wurden“, so der Sprecher.
Hintergrund des Falls
Der Landwirt war Medienberichten zufolge, unter anderem der „Mitteldeutschen Zeitung“, tot in der Türkei entdeckt worden. Die genauen Umstände seines Todes sind noch unklar. Die Polizei ermittelt nun sowohl zu den Waffenfunden als auch zu den Hintergründen des Todesfalls. Die Sicherstellung der Waffen erfolgte auf dem Gelände des Klosterguts, das dem Landwirt gehörte.



