Das berüchtigte Abschiebezentrum mit dem Namen „Alligator Alcatraz“ in den Sümpfen Floridas ist Geschichte. Der republikanische Gouverneur des US-Bundesstaates, Ron DeSantis, gab bekannt, dass die Einrichtung geschlossen wurde und es dort keine Häftlinge mehr gebe. Er betonte, dass die Anlage in den Everglades von Anfang an als Notfalllösung gedacht gewesen sei. Zuvor hatten US-Medien berichtet, dass horrende Betriebskosten ein Grund für das Aus sein könnten.
Symbol von Trumps aggressiver Migrationspolitik
„Alligator Alcatraz“ war zum Symbol der harten Abschiebepolitik von US-Präsident Donald Trump geworden. Die US-Regierung hatte das Gefängnis bewusst in den Sümpfen platziert, um Fluchtversuche durch die Angst vor Alligatoren zu verhindern. Nachdem Trump die Haftanstalt im Sommer 2025 persönlich eröffnet hatte, wurden innerhalb weniger Tage Zelte für Tausende Häftlinge sowie mobile Unterkünfte für Mitarbeiter auf einem wenig genutzten Flugplatz errichtet.
Kritik an käfigartigen Zellen und Hygiene
Gegner des Projekts kritisierten unter anderem die käfigartigen Zellen für Häftlinge und mangelnde Hygiene. Die Regierung wies die Vorwürfe zurück. Mehrere Gerichte beschäftigten sich mit der Einrichtung. Der Name „Alligator Alcatraz“ spielt auf das berüchtigte Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz in der Bucht von San Francisco an, das von 1934 bis 1963 als ausbruchsicherer Verbannungsort für die gefährlichsten Kriminellen galt.



