Die Zahl der illegalen Einreisen aus Polen nach Mecklenburg-Vorpommern ist im ersten Halbjahr 2026 deutlich gesunken. Wie die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt mitteilte, wurden bei Kontrollen an der Landgrenze insgesamt 439 unerlaubt eingereiste Personen erfasst. Dies entspricht einem Rückgang von rund 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als 813 Menschen gezählt wurden.
Stärkster Rückgang im Juni
Besonders deutlich war der Rückgang im Monat Juni 2026. Die Bundespolizei registrierte dort den stärksten Rückgang unerlaubter Einreisen seit Beginn der Kontrollen. Von den 439 aufgegriffenen Personen im ersten Halbjahr mussten nach Abstimmung mit den polnischen Behörden 389 nach Polen zurückkehren. Zudem vollstreckte die Bundespolizei im Zuge der Kontrollen 94 Haftbefehle. 15 Personen versuchten trotz bestehender Wiedereinreisesperre erneut nach Deutschland zu gelangen.
Weniger Schleuser festgenommen
Auch die Zahl der registrierten Schleuser ging zurück. Von Januar bis Juni 2026 nahm die Bundespolizei zehn Menschen im Verdacht der Einschleusung vorläufig fest. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 18. Dies zeigt, dass die Maßnahmen an der Grenze Wirkung zeigen.
Belarus-Route bleibt Schwerpunkt
Die sogenannte Belarus-Route ist nach wie vor der Schwerpunkt der illegalen Migration. Viele Menschen gelangen über Belarus in die baltischen Länder und von dort weiter nach Deutschland, erklärte die Bundespolizei. Die Kontrollen an der deutsch-polnischen Grenze sind Teil der Bemühungen, diese Route zu unterbinden.
Die sinkenden Zahlen werten die Behörden als Erfolg der verstärkten Grenzüberwachung und der Zusammenarbeit mit den polnischen Sicherheitskräften. Dennoch bleibe die Lage angespannt, da weiterhin täglich Menschen versuchten, unerlaubt einzureisen.



