Bundespolizei meldet deutlichen Rückgang unerlaubter Einreisen im ersten Halbjahr 2026
Rückgang unerlaubter Einreisen: 24.329 Fälle im ersten Halbjahr 2026

Die Zahl der unerlaubten Einreisen nach Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 deutlich gesunken. Wie die Bundespolizei mitteilte, wurden von Januar bis Juni 24.329 unerlaubte Einreisen festgestellt – ein Rückgang um 22 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2023 waren es noch 45.338 Fälle.

Grenzkontrollen seit September 2024 ausgeweitet

Seit dem 16. September 2024 gibt es an allen deutschen Landesgrenzen wieder Kontrollen bei Einreisen, nachdem dies zuvor nur teilweise der Fall war. Das Bundesinnenministerium hatte die Ausweitung angeordnet, um die Zahl der unerlaubten Einreisen stärker einzudämmen. Die Maßnahmen zeigen nun Wirkung: Im Juni 2026 stellte die Bundespolizei lediglich 3290 unerlaubt eingereiste Personen fest – die niedrigste Zahl für einen Juni seit 2021. Im Vergleich zum Juni 2025 entspricht dies einem Rückgang von 42 Prozent.

Dobrindt verschärft Kontrollen

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte die noch unter der vorherigen Ampelregierung eingeführten Kontrollen nach seinem Amtsantritt im Mai 2025 intensiviert. Er wies die Bundespolizei an, fortan auch Asylsuchende abzuweisen – mit Ausnahmen für Angehörige vulnerabler Gruppen wie Kranke oder Schwangere. Seit dem 8. Mai 2025 bis Ende Juni 2026 registrierte die Bundespolizei insgesamt 53.230 unerlaubte Einreisen. 38.804 Menschen wurden unmittelbar an der Grenze oder im Zusammenhang mit dem illegalen Grenzüberschritt zurückgewiesen. Zudem wurden 1561 Schleuser vorläufig festgenommen.

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