Blauzungenvirus: Sperrzone auf gesamten Landkreis Holzminden ausgeweitet
Blauzungenvirus: Sperrzone auf Landkreis Holzminden ausgeweitet

Die Blauzungenkrankheit breitet sich in Niedersachsen weiter aus. Nachdem in einem Rinderbetrieb im Harz im Landkreis Göttingen das Virus der Blauzungenkrankheit festgestellt wurde, ist der Mindestradius der Sperrzone erweitert worden. Nun gilt die Sperrzone im gesamten Landkreis Holzminden, wie die Kreisverwaltung mitteilte. Bisher lag nur der südliche Teil des Landkreises in der Sperrzone.

Betroffene Landkreise und Auflagen

Neben dem gesamten Landkreis Holzminden sind auch die Kreise Göttingen, Northeim sowie Goslar von der Sperrzone betroffen. In der Zone gelten besondere Vorgaben für den Transport und Handel empfänglicher Tierarten. Tierhalter müssen sich an strenge Auflagen halten, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Was ist die Blauzungenkrankheit?

Bei der Blauzungenkrankheit handelt es sich um eine virusbedingte, hauptsächlich akut verlaufende Krankheit. Schafe und Rinder, aber auch Ziegen, Kameliden wie Lamas und Alpakas sowie Wildwiederkäuer sind dafür empfänglich. Übertragen wird das Virus durch kleine blutsaugende Stechmücken, sogenannte Gnitzen. Für Menschen ist das Virus ungefährlich.

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Symptome bei Tieren

Bei Rindern können unter anderem Entzündungen der Zitzenhaut und der Schleimhäute auftreten. Schafe können unter Fieber, Apathie, Veränderungen der Schleimhäute und Lähmungen leiden. In manchen Fällen verfärbt sich die Zunge blau, daher stammt der Name „Blauzungenkrankheit“. Die Krankheit kann bei Schafen tödlich verlaufen, während Rinder oft mildere Symptome zeigen.

Maßnahmen zur Eindämmung

Die zuständigen Behörden empfehlen Tierhaltern, ihre Tiere auf Symptome zu überwachen und verdächtige Fälle unverzüglich zu melden. Zudem sollen Insektizide eingesetzt werden, um die Gnitzenpopulation zu reduzieren. Impfungen gegen die Blauzungenkrankheit sind verfügbar und werden dringend empfohlen, insbesondere in den betroffenen Sperrzonen.

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