Großalarm im Kölner Rheinenergie-Stadion – zum Glück nur eine Übung
Am Mittwochmorgen um 8.00 Uhr wird das Kölner Rheinenergie-Stadion zum Schauplatz einer großangelegten Bevölkerungsschutzübung. Rund 800 Einsatzkräfte und 400 Statistinnen und Statisten werden daran teilnehmen, wie das Technische Hilfswerk (THW) mitteilte. Geübt wird unter anderem ein Szenario, bei dem Menschen, Fahrzeuge oder Geräte dekontaminiert werden müssen.
Neue EU-Einheit im Praxistest
Im Mittelpunkt der Übung steht eine neue Einheit, die derzeit in Deutschland aufgebaut wird. Sie trägt den Namen rescEU-CBRN-DECON und wird von der Europäischen Union finanziert. Voraussichtlich ab Ende 2026 soll sie einsatzbereit sein. Ihr Einsatzgebiet sind chemische, biologische, radiologische oder nukleare Gefahrenlagen. Die Einheit wird vom Technischen Hilfswerk (THW), der Bundespolizei und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gestellt.
Realitätsnahe Überprüfung der Fähigkeiten
Die Übung im Rheinenergie-Stadion dient dazu, die Fähigkeiten dieser neuen Einheit realitätsnah zu überprüfen. Dazu gehören nicht nur die Dekontamination von Personen und Fahrzeugen, sondern auch die Koordination der verschiedenen beteiligten Organisationen. Zum Übungstag werden auch Vertreter aus Politik und europäischen Institutionen erwartet.
Das Szenario ist bewusst herausfordernd gewählt: Die Einsatzkräfte müssen unter Zeitdruck und mit begrenzten Ressourcen arbeiten, um die Abläufe zu optimieren. Die 400 Statisten spielen dabei die Rolle von betroffenen Bürgern, die versorgt und dekontaminiert werden müssen.
Hintergrund: Bevölkerungsschutz wird gestärkt
Die Einrichtung der rescEU-CBRN-DECON-Einheit ist Teil der europäischen Strategie zur Stärkung des Katastrophenschutzes. Deutschland übernimmt hier eine führende Rolle, indem es die Einheit stellt und ausbildet. Die Übung in Köln ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur vollen Einsatzbereitschaft.
Das THW betont, dass solche Übungen essenziell sind, um im Ernstfall schnell und effektiv reagieren zu können. Die Erfahrungen aus der Übung werden in die weitere Ausbildung und Ausrüstung der Einheit einfließen.



