Der Landkreis Schaumburg ist im Jahr 2025 der Blitz-Hotspot in Niedersachsen. Mit 0,51 Einschlägen pro Quadratkilometer führt er die landesweite Statistik an, wie der Blitz-Informationsdienst Aldis/Blids mitteilt. Dahinter folgen die Landkreise Ammerland (0,38) und Oldenburg (0,36). Schlusslicht ist Wilhelmshaven mit lediglich 0,06 Blitzen pro Quadratkilometer.
Erfasst wurden ausschließlich sogenannte Erdblitze, also tatsächliche Einschläge. Entladungen innerhalb von Wolken blieben unberücksichtigt.
Trotz einzelner Spitzenreiter fällt die Gesamtbilanz für 2025 schwach aus. In Niedersachsen registrierten die Messsysteme rund 9.000 Einschläge – deutlich weniger als im Vorjahr mit etwa 27.000. Bundesweit halbierte sich die Zahl auf rund 100.000 Erdblitze.
Als Hauptgrund nennen Fachleute die Wetterlage. In den gewitterreichen Monaten von Mai bis September fehlte es häufig an feuchter, energiereicher Luft. Die anhaltende Trockenheit hemmte die Bildung kräftiger Gewitter.
Auch die Region Hannover verzeichnete einen deutlichen Rückgang. Dort wurden 2025 insgesamt 514 Erdblitze gezählt, was einer Dichte von 0,22 Einschlägen pro Quadratkilometer entspricht. Damit liegt die Region klar unter dem langjährigen Durchschnitt von 0,43 und deutlich unter dem Vorjahreswert von 0,51. Der Rückgang beträgt mehr als 50 Prozent. Im Zehn-Jahres-Vergleich markiert das Jahr 2025 sogar den niedrigsten Wert seit Beginn der Auswertung.
Deutschlandweit weist Kaufbeuren im Allgäu mit 1,23 Blitzen pro Quadratkilometer die höchste Dichte auf. Am seltensten blitzte es in Kiel mit 0,05. Die Daten basieren auf einem europaweiten Messnetz mit mehr als 170 Stationen. Die Ortungsgenauigkeit liegt laut Betreibern bei unter 100 Metern.



