Schloss Rheinsberg: Ausstellung über Prinz Heinrichs Tafel
Schloss Rheinsberg: Ausstellung über Prinz Heinrichs Tafel

Kulinarische Reise in die Vergangenheit

Was wurde am Hofe von Prinz Heinrich in Rheinsberg serviert? Und woher stammten die Zutaten? Eine neue Ausstellung, die am 12. Juni eröffnet wird, geht diesen Fragen auf den Grund. Die Schau im Schloss Rheinsberg beleuchtet die Esskultur des 18. Jahrhunderts und zeigt, wie bodenständig und zugleich international die Speisen waren.

Kochbücher als historische Quelle

Die Ausstellung basiert auf den Kochbüchern von Georg Singstock. Er arbeitete Ende des 18. Jahrhunderts zunächst als Koch und später als Küchenmeister in Rheinsberg. Nach dem Tod von Prinz Heinrich im Jahr 1802 ging er in den Ruhestand. Seine Aufzeichnungen bieten einen einzigartigen Einblick in die Hofküche.

„Die beschriebenen Speisen sind bemerkenswert bodenständig und zugleich international“, erklären die Veranstalter. Viele heimische Produkte stammten aus den Küchengärten des Schlosses. Doch exotische Zutaten wurden auch von weit her importiert. Archäologische Funde, wie Austernschalen, belegen den Fernhandel. Sie stammen vermutlich aus dem Abfall der Hofküche.

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Prinz Heinrich im Fokus

Anlässlich des 300. Geburtstags von Prinz Heinrich widmet sich die Kulturszene in Rheinsberg besonders dem kleinen Bruder Friedrichs des Großen. Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) betonte: „Heinrich von Preußen war weit mehr als nur der kleine Bruder von Friedrich dem Großen. Er ist derjenige, der Rheinsberg zu dem gemacht hat, was es bis heute ist: ein Ort der Künste, der Neugier, der Inspiration.“

Die Ausstellung verspricht, die kulinarische Geschichte lebendig werden zu lassen und den Besuchern einen neuen Blick auf die Hofkultur zu ermöglichen.

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