Am frühen Morgen wurde in Niedersachsen ein schwaches Erdbeben der Magnitude 2,1 registriert. Das Beben ereignete sich um 4.57 Uhr im Bereich der Landkreise Verden, Rotenburg (Wümme) und Heidekreis, etwa zehn Kilometer südwestlich von Visselhövede am Westrand der Lüneburger Heide.
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) gab bekannt, dass das Epizentrum im Bereich der Erdgasfelder Hamwiede und Weissenmoor lag. Nach Angaben des LBEG verursacht die Förderung von Erdgas Spannungen im tiefen Untergrund. Wenn diese Spannungen an Schwächezonen plötzlich abgebaut werden, entstehen sogenannte induzierte Erdbeben.
Im Gebiet der niedersächsischen Erdgasförderung können Menschen solche Ereignisse ab einer Magnitude von etwa 1,9 spüren. Bei dem aktuellen Beben der Magnitude 2,1 gab es zunächst keine Meldungen von Anwohnern über wahrgenommene Erschütterungen. Schäden seien bei dieser Stärke in der Regel nicht zu erwarten.
In den vergangenen drei Jahren registrierte der Erdbebendienst im Schnitt etwa fünf seismische Ereignisse pro Jahr. Rund ein Drittel davon lag oberhalb der Wahrnehmungsschwelle.



