Winterchaos in Niedersachsen und Bremen: Glätte, Unfälle und Unterrichtsausfälle
Winterchaos in Niedersachsen und Bremen: Glätte, Unfälle und Unterrichtsausfälle

Glatte Straßen, gesperrte Autobahnen und ausgefallener Präsenzunterricht: Das Winterwetter hat in Niedersachsen und Bremen den Verkehr und den Schulbetrieb spürbar beeinträchtigt. Seit der Nacht auf Freitag registrierte die Polizei zahlreiche Unfälle. Der öffentliche Nahverkehr lief dagegen in vielen Städten weitgehend stabil.

Auf schnee- und eisglatten Fahrbahnen kam es zu zahlreichen Unfällen. Nach Angaben verschiedener Polizeidienststellen blieb es meist bei Sachschäden und leichten Verletzungen. Besonders Nebenstraßen gelten als kritisch, da sie vielerorts nicht geräumt sind. Der ADAC warnte unter anderem für die Region Hannover sowie die Landkreise Göttingen und Osnabrück vor Straßenglätte und Schneefall.

Nach Angaben des niedersächsischen Verkehrsministeriums gibt es derzeit keine Einschränkungen beim Winterdienst auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Auch bei hohem Verbrauch von Streusalz könne das Land Engpässe abfedern, da auf zahlreiche und große Salzlager zurückgegriffen werde. Diese seien aktuell mit rund 41.000 Tonnen Streusalz und damit etwa zur Hälfte gefüllt.

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Auf der A1 verlor ein Fahrer mit einem Autotransporter-Gespann auf winterglatter Fahrbahn die Kontrolle, die Zugmaschine rutschte in den Graben, der Anhänger blieb auf der Fahrbahn stehen. Bei einem weiteren Unfall schleuderte ein Sattelzug in die Schutzplanke, der Fahrer wurde leicht verletzt. Im Landkreis Rotenburg ist eine 18-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der Kreisstraße 223 lebensgefährlich verletzt worden. Die Fahranfängerin geriet in einer Linkskurve aus bislang ungeklärter Ursache mit ihrem Wagen ins Schleudern. Das Fahrzeug überschlug sich und prallte nacheinander gegen zwei Bäume. Die Fahrerin wurde im Fahrzeug eingeklemmt und von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät befreit.

Im Landkreis Diepholz rutschte ein Schulbus auf glatter Straße in einen Graben. Verletzt wurde niemand. Ein Ersatzbus brachte die Schülerinnen und Schüler verspätet zur Schule. Größere flächendeckende Ausfälle im Nahverkehr wurden nicht gemeldet.

Dem Deutschen Wetterdienst zufolge bleibt es in Niedersachsen und Bremen in den kommenden Tagen winterlich kalt. Verbreitet ist demnach mit Dauerfrost zu rechnen. Tagsüber liegen die Temperaturen meist um den Gefrierpunkt, nachts sinken sie häufig auf minus vier Grad oder darunter. Leichte Schneefälle ziehen nach Nordosten ab, örtlich sind bis zu drei Zentimeter Neuschnee möglich. Am Wochenende ist es überwiegend stark bewölkt, an der Küste und auf den Inseln wird es teils windig. Der Januar 2026 ist im Nordwesten Deutschlands ungewöhnlich schneereich ausgefallen – der schneereichste Januar seit 2010.

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