Bei einer koordinierten deutsch-niederländischen Razzia gegen illegale Drogenlabore hat die Polizei mehrere Verdächtige festgenommen. Hunderte Einsatzkräfte, darunter auch Spezialeinheiten, durchsuchten am Mittwochmorgen zehn Objekte in Nordrhein-Westfalen und drei in den Niederlanden. Die Ermittler fassten dabei mehrere mutmaßliche Betreiber von Drogenlaboren.
Drei mit Haftbefehl gesuchte Verdächtige gefasst
Drei mit Haftbefehl gesuchte Verdächtige wurden in Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden festgenommen. Darüber hinaus wurden mehrere weitere Personen festgenommen, die vor Ort angetroffen wurden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt neun deutsche und niederländische Verdächtige.
Vorwurf: Tonnenweise Grundstoffe für Amphetamin beschafft
Den Verdächtigen wird vorgeworfen, seit vergangenem Jahr Grundstoffe für die illegale Herstellung von Amphetamin im Tonnenbereich beschafft und mehrere Amphetamin-Labore betrieben zu haben. Die Durchsuchungen betrafen neben Wohnungen, etwa in Erkelenz, auch mutmaßliche Produktionsstätten. Darunter waren zwei Lagerhallen in Kaldenkirchen und Niederkrüchten im Kreis Viersen. In einer der Hallen wurde auch eine scharfe Pistole entdeckt.
Europol und BKA beteiligt
An den Maßnahmen der Ermittlungskommission „Awari“ waren Europol, das Landeskriminalamt und das Bundeskriminalamt beteiligt. Wegen der Chemikalien wurden die Feuerwehr und Spezialisten des Landeskriminalamts hinzugezogen. Die Einsatzkräfte stellten umfangreiche Beweismittel sicher, darunter auch die mutmaßlich zur Drogenproduktion genutzten Stoffe.



