Die Gedenkstätte „Geschlossener Jugendwerkhof“ in Torgau erhält eine Förderung in Höhe von 185.000 Euro. Das teilte das sächsische Wissenschaftsministerium mit. Mit dem Geld soll unter anderem eine digitale Erinnerungs- und Dokumentationsplattform aufgebaut werden.
Interessierte sollen so Informationen über Einrichtungen der Heimerziehung, Psychiatrie und Behindertenhilfe für Kinder und Jugendliche in der DDR erhalten. Das sächsische Sozialministerium hatte der Gedenkstätte zuvor eine Datenbank übergeben, die als Grundlage für das Projekt dient.
Die Mittel stammen aus dem „Strukturentwicklungsfonds sächsische Braunkohleregionen“ und kofinanzieren Bundesmittel in Höhe von 126.000 Euro. Die Gedenkstätte erinnert seit 1998 an die haftähnlichen Zustände, unter denen Jugendliche zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ umerzogen wurden.
Die Finanzhilfen aus dem Strukturentwicklungsfonds sollen den Wandel in den sächsischen Braunkohleregionen unterstützen und Arbeitsplätze im Zuge des Braunkohleausstiegs sichern.



