Meisterzahlen im sächsischen Handwerk steigen, aber Nachfolgekrise droht
Meisterzahlen im sächsischen Handwerk steigen, aber Nachfolgekrise droht

Im vergangenen Jahr gab es in Sachsen so viele Meisterabschlüsse wie seit zehn Jahren nicht. Laut Sächsischem Handwerkstag legten 823 Männer und Frauen ihren Meister ab – ein Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zu 2024. Dennoch fehlen Nachfolger für Betriebe, die in den nächsten Jahren übergeben werden müssen.

In den meisten Handwerksberufen ist der Meistertitel erforderlich, um einen Betrieb zu führen. Ausnahmen sind mit langjähriger Berufserfahrung oder der Einstellung eines Meisters möglich. Die Erhöhung des Meisterbonus auf 3000 Euro durch die Regierung bezeichnete Uwe Nostitz, Präsident des Sächsischen Handwerkstages, als richtiges Zeichen.

Trotz der gestiegenen Meisterzahlen plant nur jeder dritte Absolvent, sich selbstständig zu machen. Dies trifft auf rund 19.000 Handwerksbetriebe, die in den kommenden zehn Jahren übergeben werden müssen. Hinter diesen Unternehmen stehen 78.000 Arbeitsplätze und ein Umsatzvolumen von etwa 12,6 Milliarden Euro.

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Nostitz betonte: „Es geht hier nicht nur um die Zukunft des Handwerks. Es geht um die Zukunft der sächsischen Wirtschaft.“ Er begründet den mangelnden Wunsch nach Selbstständigkeit mit wirtschaftlichen Unsicherheiten und hohen Bürokratieanforderungen. Er fordert einen drastischen Bürokratieabbau und Maßnahmen für Wirtschaftswachstum.

Der Sächsische Handwerkstag vertritt eigenen Angaben nach mehr als 54.000 Handwerksbetriebe mit 280.000 Beschäftigten.

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