Der Landkreis Wittenberg belegt im aktuellen Prognos-Zukunftsatlas den Platz 381 von 400 untersuchten kreisfreien Städten und Landkreisen in Deutschland. Das Analyseunternehmen Prognos erstellt den Atlas alle drei Jahre in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt. Bewertet werden Kriterien wie Demografie, Arbeitsmarkt, Wettbewerb, Innovation, Wohlstand, soziale Lage und Zukunftschancen.
Im Vergleich zum Jahr 2022 verbesserte sich Wittenberg um drei Plätze. Damals lag der Kreis auf Rang 384. Auch im ersten Zukunftsatlas 2010 schnitt Wittenberg mit Platz 402 von damals 412 Kreisen und kreisfreien Städten etwas schlechter ab. Seit 15 Jahren gehört der Landkreis damit zu den Schlusslichtern des Rankings.
Trotz der anhaltend schwachen Platzierung zeigt sich der Landrat optimistisch. Er verweist auf positive Entwicklungen in der Region, die im Atlas möglicherweise nicht vollständig abgebildet werden. Der Zukunftsatlas diene als Orientierung, aber nicht als alleiniges Maß für die tatsächliche Entwicklung des Kreises.
Die genauen Gründe für die niedrige Bewertung werden in der Studie nicht im Detail aufgeschlüsselt. Experten vermuten jedoch, dass strukturelle Herausforderungen wie Abwanderung und eine schwächere Wirtschaftsstruktur eine Rolle spielen. Der Landrat kündigte an, weiter an der Verbesserung der Standortfaktoren zu arbeiten.



