Die Armutsquote in Sachsen ist laut einem aktuellen Bericht des Paritätischen Gesamtverbands leicht gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Anteil der armutsgefährdeten Menschen im Freistaat um 0,6 Prozentpunkte auf 16,7 Prozent. Das bedeutet, dass etwa jeder sechste Einwohner Sachsens von Armut betroffen ist.
Definition von Armut
Der Paritätische Gesamtverband definiert Armut als ein Einkommen von weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung. Das Statistische Bundesamt hingegen spricht ab dieser Schwelle lediglich von Armutsgefährdung, in Übereinstimmung mit dem EU-Standard. Die Zahlen für das Jahr 2025 wurden bereits im Februar veröffentlicht.
Deutschlandweite Rekordwerte
Bundesweit erreicht die Armutsquote einen neuen Höchststand. Im Jahr 2025 lebten 13,3 Millionen Menschen in Deutschland in Armut. Damit verzeichnet die Armutsquote seit 2020 einen traurigen Rekord. In keinem der vorangegangenen Jahre waren so viele Menschen von Armut betroffen.
Regionale Unterschiede
Die regionalen Unterschiede sind enorm. Die niedrigsten Armutsquoten verzeichnen Bayern mit 12,6 Prozent und Baden-Württemberg mit 13,2 Prozent. Am stärksten betroffen sind Bremen mit 27,5 Prozent, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 21,3 Prozent sowie den Stadtstaaten Hamburg (18,9 Prozent) und Berlin (18,7 Prozent).



