In Hamburg ist die Zahl der Pflegebedürftigen, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, im vergangenen Jahr um fünf Prozent gestiegen. Wie das Statistikamt Nord mitteilte, erhielten 12.640 pflegebedürftige Menschen in der Hansestadt finanzielle Hilfen vom Staat. Das sind rund 600 mehr als im Vorjahr.
Jeder zweite Pflegebedürftige lebt im Heim
Mehr als die Hälfte der Bezieher (53 Prozent) wurde stationär in Pflegeeinrichtungen versorgt. Sozialhilfeberechtigt sind Personen, die die Kosten der Pflege nicht selbst oder durch Leistungen Dritter wie der Pflegeversicherung decken können. Die steigenden Zahlen verdeutlichen die wachsende finanzielle Belastung für viele ältere Menschen.
Alters- und Geschlechterverteilung
84 Prozent der Empfänger waren älter als 64 Jahre. Der Anteil der Frauen unter den Beziehern lag bei 63 Prozent. Dies spiegelt die höhere Lebenserwartung von Frauen wider, die häufiger allein und mit geringeren Rentenansprüchen im Alter leben.
Hintergrund: Pflegekosten übersteigen oft die Einkommen
Die Pflegeversicherung deckt nur einen Teil der Kosten, insbesondere bei stationärer Pflege bleiben oft hohe Eigenanteile. Wenn das eigene Einkommen und Vermögen nicht ausreichen, springt die Sozialhilfe ein. Der Anstieg in Hamburg zeigt einen bundesweiten Trend: Immer mehr Pflegebedürftige sind auf staatliche Unterstützung angewiesen.



