Die Schwarze Elster in Südbrandenburg leidet unter Wassermangel – ein neues Bauwerk im Flussbett soll den Wasserstand anheben und die Lebensbedingungen für Fische wie Barben, Rapfen und Flussneunaugen verbessern. Das teilte das Umweltministerium mit. Die Arbeiten beginnen an diesem Mittwoch.
Hintergrund: Austrocknung und Schlammräumung
In heißen Sommermonaten trocknete die Schwarze Elster, einer der am stärksten regulierten Flüsse Deutschlands, stellenweise aus. Der begradigte Fluss entspringt im Lausitzer Bergland in Sachsen, fließt durch die brandenburgischen Landkreise Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster und mündet in Sachsen-Anhalt in die Elbe.
Grund für die Niedrigwasserproblematik sind Wasserstandsverluste nach der Beräumung von Eisenhydroxid-Schlamm. Dieser bräunliche Schlamm, eine Folge des Braunkohleabbaus in der Lausitz, musste aus der Schwarzen Elster gebaggert werden, da er den Abfluss behinderte. Dadurch senkte sich der Flussboden zwischen Plessa und Kahla im Vorjahr um durchschnittlich 40 bis 50 Zentimeter ab, so das Umweltministerium.
Die Maßnahme: Stützrampe aus Wasserbausteinen
Um dem entgegenzuwirken, wird unterhalb der Brücke Plessa eine Stützrampe in den Flusslauf gebaut. Dafür werden mehr als 200 Tonnen Wasserbausteine in das Flussbett eingebracht und abschließend mit einer Kiesschicht abgedeckt, erklärte das Ministerium. Der Wasserstand oberhalb der Schwelle werde um bis zu 30 Zentimeter angehoben. Der Hochwasserschutz sei dadurch nicht beeinträchtigt.
Das Landesamt für Umwelt (LfU) setzt das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Landesanglerverband um. Die Bauarbeiten sollen noch im Juli abgeschlossen werden.



