97 Schwarznasenschafe in Schweizer Alpen durch Blitzschlag getötet
97 Schafe in Schweizer Alpen durch Blitz getötet

Blitzschlag tötet fast 100 Schafe im Wallis

Bei einem heftigen Gewitter in den Schweizer Alpen sind im Kanton Wallis 97 Schwarznasenschafe durch einen Blitzeinschlag ums Leben gekommen. Rund 80 Tiere überlebten das Unglück, das sich in der Nacht auf Freitag auf einer Bergwiese am Eggerhorn (2503 Meter) im Binntal südlich der Rhone ereignete. Die Tiere standen dicht gedrängt in einem eingezäunten Bereich, der sie vor Angriffen von Großraubtieren schützen sollte.

Schutz vor Wölfen als indirekte Ursache

Ein betroffener Schafzüchter erklärte gegenüber der Agentur Keystone-SDA, dass eine derart enge Zusammenpferchung früher unüblich gewesen sei, heute jedoch notwendig sei, um die Herden vor Wölfen zu schützen. Die Kadaver wurden per Hubschrauber vom Berg geborgen. Schafzüchter in der Schweiz beklagen sich seit Jahren über die zunehmende Ausbreitung des Wolfes, der ihre Herden bedroht und sie zu Schutzmaßnahmen zwingt, die bei Gewittern fatale Folgen haben können.

Schwere Gewitter mit tausenden Blitzen

Seit Tagen ziehen nach einer längeren Hitzeperiode schwere Gewitter über weite Teile der Schweiz. Der Wetterdienst SRF Meteo registrierte allein bis Donnerstagabend innerhalb weniger Stunden 26.000 Blitze. Die Schwarznasenschafe, eine typische Walliser Rasse mit spiralförmigen Hörnern, weißem Wollfell und schwarzen Partien um Augen, Maul und Nase, sind nicht nur für ihre Wolle und ihr Fleisch bekannt, sondern auch als Landschaftspfleger, da sie steile Bergwiesen abfressen und kurz halten.

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