Berlin stöhnt unter der Last der Hitze. Eigentlich ist das nur Sommer. Aber auch die deutsche Hauptstadt muss trotz ihrer Grünflächen für mehr Abkühlung in Stressperioden sorgen. So schwer ist das nicht, schreibt Kai Müller in einem Essay für den Tagesspiegel.
Hitze als Inspiration: „Summer In The City“
Hitze kann inspirierend sein. John Sebastian hat ihre Unerträglichkeit zum Gegenstand eines Popsongs gemacht. „Summer In The City“ wurde zum Klassiker und beschreibt, wie Schweiß und Dreck im Nacken kleben, es in der Stadt nirgendwo Schatten gibt und die Menschen „halb tot“ über Asphalt spazieren, der „heißer als ein Streichholzkopf“ ist. Warum nur, fragt sich der Sänger von The Lovin’ Spoonful, können die Tage in der Stadt nicht wie ihre Nächte sein?
Berlins Grünflächen: Potenzial ungenutzt
Dabei verfügt Berlin über viele Grünflächen, die zur Abkühlung beitragen könnten. Doch in Hitzewellen zeigen sich Defizite: Versiegelte Böden und fehlende Schattenplätze machen die Stadt zur Hitzeinsel. Der Essay appelliert an die Stadtplanung, mehr Bäume zu pflanzen und Wasserflächen zu schaffen, um die Temperatur zu senken.
Was Berlin tun kann
Konkrete Vorschläge umfassen die Entsiegelung von Flächen, die Förderung von Dachbegrünung und die Schaffung von Trinkwasserbrunnen. „Berlin muss die Chance nutzen, aus der Hitze zu lernen und die Stadt lebenswerter zu machen“, so Müller. Die Umstellung erfordert Investitionen, aber langfristig profitiert die gesamte Stadtgesellschaft.



