Berliner Bezirke weiter für Eichenprozessionsspinner zuständig
Bezirke weiter für Eichenprozessionsspinner zuständig

Keine schnelle Hilfe vom Senat

Im Kampf gegen die allergieauslösende Raupe des Eichenprozessionsspinners sind die Berliner Bezirke in diesem Jahr auf sich allein gestellt. Zu diesem Ergebnis kam ein Krisentreffen der Umwelt- und Gesundheitsverwaltung mit allen zwölf Bezirken am Dienstag. Wie der RBB berichtete, bleiben die Bezirke vorerst für die Bekämpfung zuständig.

Prävention und Beratung geplant

Umweltstaatssekretär Andreas Kraus erklärte dem RBB zufolge, dass in den nächsten Jahren verstärkt auf Prävention gesetzt werden solle. Zudem seien Beratungsangebote der Umweltverwaltung für die Bezirke geplant, obwohl es solche bereits Ende vergangenen Jahres gegeben hatte. Kraus betonte, dass das diesjährige Ausmaß des Befalls nicht vorhersehbar gewesen sei.

Lösungen für die Zukunft

In den kommenden Jahren sollen insbesondere mit den stark betroffenen Bezirken Reinickendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf am Beispiel der Jungfernheide Lösungsansätze entwickelt werden. Dabei soll laut RBB auf den Einsatz von Gift verzichtet werden. Stattdessen soll die Raupe weiterhin abgesaugt, verklebt oder mit einem Bakterium bekämpft werden.

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Alarm wegen der Giftraupe

In der vergangenen Woche hatten alle zwölf Bezirke Alarm wegen des Eichenprozessionsspinners geschlagen. In einem gemeinsamen Brief an Finanzsenator Stefan Evers (CDU), Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) und Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) baten die Bezirksstadträte den Senat um Hilfe. Sie forderten unter anderem eine zentrale Koordinierung durch den Senat.

Um Gesundheitsgefahren zu minimieren, mussten in diesem Sommer zahlreiche Spielplätze, Sportplätze und öffentliche Parkanlagen gesperrt werden. Selbst Mitarbeiter der Grünanlagen mieden die betroffenen Orte, da sie nach Einsätzen oft über Hautausschläge klagten.

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