Seltene Bergbongos aus Deutschland in Kenia angesiedelt
Seltene Bergbongos aus Deutschland in Kenia angesiedelt

Die männlichen Bergbongos „Fitz“ und „Kundu“ aus Frankfurt und Berlin sind in Kenia angekommen. Die beiden Tiere wurden im Schutzgebiet Mount Kenya Wildlife Conservancy angesiedelt, um zur Erhaltung der stark gefährdeten Art beizutragen. Schätzungen zufolge leben nur noch etwa 100 Bergbongos in freier Wildbahn. Hauptgründe für den Rückgang sind Wilderei, Lebensraumverlust und Krankheiten.

Die Ankunft der Tiere am Flughafen Nairobi wurde von hochrangigen kenianischen Politikern begleitet, darunter Naturschutzministerin Rebecca Miano und Außenminister Musalia Mudavadi. Auch der Direktor der Naturschutzbehörde KWS, Erustus Kanga, war anwesend. Kanga betonte, die Ansiedlung verbessere die Fähigkeit, genetisch vielfältige Populationen des Bergbongos wieder aufzubauen.

Humphrey Kariuki, Schirmherr des Schutzgebiets, bezeichnete die Ankunft als Meilenstein für das Zucht- und Auswilderungsprogramm. Ministerin Miano erklärte, jedes zurückgeführte Tier stärke den nationalen Bongo-Wiederansiedlungsplan. Die Zoos in Berlin und Frankfurt sehen in der Aktion ein Beispiel für die Rolle von Zuchtprogrammen im Artenschutz.

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Die Bongos waren Ende Februar aus ihren Heimatzoos abgereist und im tschechischen Safari Park Dvůr Králové auf die Reise vorbereitet worden. Vier Tiere wurden nach tierärztlicher Untersuchung und Quarantäne nach Kenia geflogen. An Bord des Frachtflugzeugs befand sich auch über eine halbe Tonne Futter zur Eingewöhnung.

Im Schutzgebiet laufen seit Wochen Vorbereitungen. Die Tiere werden dort ihr Leben verbringen, während ihr Nachwuchs später im Mount Kenya Nationalpark ausgewildert werden soll. Langfristiges Ziel ist es, bis 2050 eine Population von mindestens 750 Tieren aufzubauen.

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