An den Stränden von New York wird in diesem Sommer verstärkt vor Haien gewarnt. Die Behörden reagieren damit auf die jährliche Wanderung mehrerer Arten entlang der Küste. Zwischen Juni und September ziehen demnach 13 verschiedene Haiarten durch die Gewässer vor New York, wie das zuständige Umweltministerium mitteilte. Dazu zählen auch größere Arten wie Weißhaie und Hammerhaie.
Betroffene Badeorte und Überwachungsmaßnahmen
Betroffen sind auch viele beliebte Badeorte auf Long Island. Dort setzen Behörden und Rettungskräfte verstärkt auf Überwachung – zu Wasser, zu Land und aus der Luft. „Wir sehen sie in den letzten Jahren relativ regelmäßig“, sagte George „Chip“ Gorman Jr., Regionaldirektor der Parkbehörde für Long Island, wie das Lokalmedium „Eyewitness News“ berichtet. Gleichzeitig betonen die Verantwortlichen: Es gab in diesem Jahr bislang keine bestätigten Sichtungen am Strand.
Behörden appellieren an Sicherheitsbewusstsein
„Begegnungen zwischen Mensch und Hai sind hier selten, aber das DEC fordert Strandbesucher und Wassersportler auf, die Sicherheitsrichtlinien zu Haien zu befolgen, um Risiken zu reduzieren und die Menschen in New York diesen Sommer zu schützen“, sagte Martin Gary, Direktor für Meeresressourcen beim New York State Department of Environmental Conservation. Gary warnte deshalb vor unvorsichtigem Verhalten im Wasser. „Respektieren Sie den Ozean, achten Sie auf Ihre Umgebung und befolgen Sie die Sicherheitsrichtlinien, um ‚shark smart‘ zu sein und das Meer verantwortungsvoll zu genießen.“
Drohnen und Luftüberwachung im Einsatz
Um Risiken zu verringern, wird die Überwachung deutlich ausgeweitet. Am Strand von Jones Beach kommen laut „Eyewitness News“ in dieser Saison 46 Drohnen zum Einsatz. Sie sollen große Meerestiere erkennen und auch Fischschwärme aufspüren, denen Haie folgen könnten.
Empfohlene Vorsichtsmaßnahmen
Die US-Behörden raten zu klaren Vorsichtsmaßnahmen: Gebiete mit Robben sollten gemieden werden, ebenso Bereiche mit Fischschwärmen, spritzenden Fischen oder tauchenden Seevögeln. Es wird empfohlen, nicht in der Dämmerung, nachts oder in den frühen Morgenstunden ins Wasser zu gehen. Auch trübes Wasser gilt als Risiko und sollte gemieden werden. Badegäste sollen in Gruppen schwimmen oder surfen und möglichst nah am Ufer bleiben, wo der Boden noch mit den Füßen erreicht werden kann. Zudem gilt: Stets den Anweisungen von Rettungsschwimmern und Parkpersonal folgen.
Vorfall im Vorjahr – bisher keine Sichtungen in diesem Jahr
Laut Angaben der Umweltbehörde kam es im vergangenen Jahr zu einem dokumentierten Hai-Biss am Jones Beach State Park auf Long Island. Es war der einzige bekannte Vorfall in diesem Zeitraum. Trotz der verstärkten Überwachung gibt es bislang keine bestätigten Hai-Sichtungen in dieser Saison. Die Behörden betonen dennoch die Vorsorge. Entscheidend sei, dass Badegäste die Hinweise ernst nehmen und aufmerksam bleiben.



