Hitzeschäden: Brandenburgs Straßenmeistereien im Großeinsatz
Hitzeschäden: Brandenburgs Straßenmeistereien im Einsatz

Das vergangene Wochenende hat in Brandenburg Hitzerekorde gebrochen. Bei Spitzenwerten über 40 Grad wurden die Straßen und Autobahnen stark beansprucht. Die Mitarbeitenden der Straßenmeistereien arbeiteten häufig ohne Schatten stundenlang auf den Fahrbahnen, um Schäden zu beheben und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Massive Schäden auf Autobahnen

Eine aufgerissene Betondecke legte bereits Ende vergangener Woche die A2 lahm. Die Reparaturarbeiten laufen derzeit noch, weshalb der Abschnitt zwischen Theeßen in Sachsen-Anhalt und Brandenburg an der Havel weiterhin gesperrt ist. Auch die A15 ist seit dem Wochenende betroffen. Dort hatte es am Samstag in Höhe der Anschlussstelle Forst (Spree-Neiße) in Fahrtrichtung Berlin sogenannte Blow-ups gegeben – Aufplatzungen der Fahrbahn. Beide Fahrspuren wurden gesperrt, der Verkehr wird aktuell über die Beschleunigungsspur geleitet. Die A115 ist dagegen seit Montagmorgen wieder frei. Dort hatte es in Fahrtrichtung Nuthetal zwischen Potsdam-Drewitz und der Anschlussstelle Saarmund wegen Hitzeschäden eine Sperrung gegeben.

Mehr als 60 Grad auf der Fahrbahn

Wie der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg (LS) mitteilte, treten solche Schäden in der Regel nur vereinzelt auf, wenn mehrere ungünstige Faktoren zusammenkommen. Entscheidend sei dafür nicht allein die Lufttemperatur. „Durch intensive Sonneneinstrahlung können sich Fahrbahnen auf deutlich mehr als 60 Grad Celsius aufheizen. Kühlen sie in den Nächten nicht ausreichend ab, wird das im Asphalt enthaltene Bindemittel Bitumen weich und kann an die Oberfläche treten“, sagte Sprecherin Dorothée Lorenz. In diesem Zusammenhang spreche man von einer sogenannten „schwitzenden Decke“. Unter der Belastung des Verkehrs bilden sich Auswölbungen, Spurrinnen oder Asphaltstücke lösen sich. Dies geschah am Wochenende auf den Bundes- und Landstraßen in nahezu allen Regionen Brandenburgs. „Ein regionaler Schwerpunkt lässt sich nicht erkennen“, sagte Lorenz. Betroffen waren unter anderem Strecken im Berliner Umland, im Fläming, Havelland, in der Uckermark und im Raum Oder-Spree bis in den Südosten Brandenburgs.

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Minister Crumbach dankt allen Beteiligten

Alle 33 Straßenmeistereien des Landesbetriebs befanden sich nach Angaben Lorenz’ am Wochenende in Rufbereitschaft. Insgesamt waren rund 240 Personen im Einsatz. Um Hitzeschäden vorzubeugen, streuten die Mitarbeitenden schon vorab bei gefährdeten Abschnitten Splitt auf die Fahrbahn. Das soll die Griffigkeit im Falle von austretendem Bindemittel erhöhen. Am Wochenende griffen sie erneut zum Splitt, kühlten Fahrbahnen mit Brunnenwasser und richteten Tempobegrenzungen ein. Um die Sicherheit der Mitarbeitenden zu gewährleisten, seien die Arbeitsabläufe an die hohen Temperaturen angepasst worden. „Dazu gehörten ein früherer Arbeitsbeginn, regelmäßige Erholungspausen sowie eine ausreichende Versorgung mit Getränken“, sagte Sprecherin Lorenz. Für diesen Einsatz lobte Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) alle Beteiligten: „Diese Einsätze bei Temperaturen weit jenseits der 30‑Grad‑Marke sind keine Selbstverständlichkeit. Dafür haben Sie meinen ausdrücklichen Dank und meinen Respekt.“

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