Hund nach Beißattacke vom Balkon geworfen: Polizei ermittelt
Nachdem ein Hund seinen Besitzer in einer Berliner Wohnung angegriffen hatte, warf der Mann das Tier vom Balkon im vierten Stock. Der Hund überlebte den Sturz nicht. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Zudem ist ein Bedrohungsvideo gegen den Hundehalter aufgetaucht.
Vorfall in Alt-Treptow
Der Vorfall ereignete sich laut Polizei bereits am Donnerstag, dem 11. Juni, in der Kiefholzstraße in Alt-Treptow. Der 53-jährige Hundehalter wurde von seinem Hund, einem Staffordshire Terrier, gebissen und verletzt. Er wehrte sich, indem er den Hund würgte und schlug, bevor er ihn vom Balkon warf. Die Polizei bestätigte, dass der Hund den Sturz nicht überlebte.
Bedrohungsvideo aufgetaucht
Am Sonntag gab es einen weiteren Polizeieinsatz, nachdem in sozialen Medien ein Video verbreitet wurde, in dem ein junger Mann den Hundehalter bedrohte. Die Polizei suchte den Mann für eine Gefährderansprache auf. Ob die beiden Männer sich kennen, ist noch unklar. Gegen den jungen Mann laufen mehrere Strafanzeigen wegen Bedrohung, Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes und Androhung von Straftaten. Das Video wurde inzwischen gelöscht.
Hund bereits zuvor aggressiv
Der Hund war bereits früher durch aggressives Verhalten aufgefallen, unter anderem hatte er die Tochter des Besitzers gebissen. Der Hundehalter erlitt Bissverletzungen am Unterarm und an der Hand und wurde im Krankenhaus behandelt.
Peta fordert Konsequenzen
Die Tierschutzorganisation Peta forderte die Berliner Landesregierung auf, einen verpflichtenden Hundeführerschein für alle Hundehalter einzuführen. Zudem appellierte Peta an das zuständige Veterinäramt, ein Tierhalte- und Betreuungsverbot für den Mann zu prüfen. Björn Thun, Fachreferent bei Peta, kritisierte, dass viele Listenhunde als Statussymbole gehalten würden, wobei ihre Bedürfnisse oft ignoriert würden. Der Tod des Hundes wäre vermeidbar gewesen, wenn seine Signale frühzeitig ernst genommen worden wären.



