Jungstörche in Brandenburg: Bestand im Storchendorf Rühstädt schrumpft
Jungstörche in Brandenburg: Bestand schrumpft

Die Zahl der Jungstörche im brandenburgischen Storchendorf Rühstädt nimmt seit 30 Jahren ab. Umweltschützer sind alarmiert und führen den Rückgang auf die Klimakrise zurück. Aktuell zählt das Europäische Storchendorf 36 Jungstörche und 15 brütende Paare – ein Wert, der im Mittel der letzten fünf bis zehn Jahre liegt, aber dennoch die langfristige Negativentwicklung nicht verdeckt.

Storchenbestand als Indikator für Biodiversität

Die Gleichung ist einfach: Eine große Anzahl Störche bedeutet ein großes Maß an Biodiversität. Denn Weißstörche sind vielfältige Fleischfresser. Zu ihrer Nahrung gehören Amphibien, Reptilien, Mäuse sowie in großer Zahl Heuschrecken, Würmer, Käfer und deren Larven. Der Rückgang der Jungstörche deutet daher auf eine abnehmende Artenvielfalt in der Region hin.

Laut Eva Steiner, die den Artikel für den Tagesspiegel verfasste, ist der Bestand in den vergangenen 30 Jahren merklich zurückgegangen. Die genauen Zahlen für diesen Zeitraum wurden nicht genannt, aber die Tendenz sei eindeutig.

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Klimakrise als Hauptursache

Umweltschützer sehen die Klimakrise als Hauptgrund für den Rückgang. Veränderte Niederschlagsmuster und häufigere Dürren beeinträchtigen das Nahrungsangebot für die Störche. Insekten und Kleintiere, die als Futter dienen, werden seltener. Auch die Brutbedingungen verschlechtern sich durch extreme Wetterereignisse.

Das Storchendorf Rühstädt in Brandenburg ist bekannt für seine Storchenpopulation und gilt als europäisches Vorzeigeprojekt. Der Rückgang der Jungstörche ist ein Alarmsignal für den Zustand der lokalen Ökosysteme.

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