Buckelwale sind Einzelgänger: Kein „Heim zu Mutti“ nach Rettung
Buckelwale sind Einzelgänger: Kein „Heim zu Mutti“ nach Rettung

Nach der Rettung des gestrandeten Buckelwals vor Poel stellte sich die Frage, ob das Tier seine Mutter suchen würde. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hatte scherzhaft gemutmaßt, dass dem Wal nach der Rückkehr Ärger von seiner Mutter drohen könnte. Doch laut Deutschem Meeresmuseum in Stralsund ist dies unwahrscheinlich: Bartenwale wie Buckelwale bilden keine stabilen sozialen Gruppen, sogenannte Schulen. Die Kälber bleiben nur während der etwa zwölfmonatigen Stillzeit bei ihren Müttern.

Die Tierschutzorganisation WDC betont, dass sich die Wege von Buckelwalen schnell trennen. Zwar kommen sie punktuell mit Artgenossen zusammen, etwa zur effektiveren Jagd, zur Paarung oder zur Pflege gemeinsamer Kulturen. Im Großen und Ganzen sind Buckelwale jedoch Einzelgänger.

Buckelwale haben eine Lebenserwartung von etwa 80 Jahren. Die Überlebenswahrscheinlichkeit von Bullen ist oft geringer, unter anderem wegen aggressiver Konkurrenzkämpfe um Weibchen. Wale geraten häufig in Fischereinetze, was zu Erstickung, Verhungern oder schweren Verletzungen führen kann. Weltweit sterben jährlich rund 300.000 Wale und Delfine als unbeabsichtigter Beifang.

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Die Hauptbedrohung für Buckel- und andere Großwal-Arten sind jedoch die steigenden Meerestemperaturen infolge der Klimakrise. Auch Müll macht den Tieren zu schaffen, da sie Nahrung und Müll kaum unterscheiden können.

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