Projekt in Köpenick: Supermarkt und Parkplatz sorgen für Streit
Köpenick: Supermarkt und Parkplatz sorgen für Streit

Nach jahrelanger Planung steht ein Bauprojekt an der Landjägerstraße in Berlin-Köpenick kurz vor der Realisierung. Geplant ist ein Supermarkt sowie ein neuer Parkplatz. Dafür soll ein Teil des sogenannten Amtswäldchens weichen – ein kleines Waldstück nahe der Altstadt. Umweltschützer laufen Sturm gegen die Rodung und fordern den Stopp des Vorhabens.

Projektdetails und Standort

Das Grundstück an der Landjägerstraße liegt direkt neben einem bestehenden Parkplatz. Der Investor möchte dort einen Supermarkt errichten und die Parkfläche erweitern. Laut Bezirksreporter Philipp Hartmann von der Berliner Morgenpost ist das Projekt bereits weit fortgeschritten und stehe kurz vor dem Durchbruch. Die Bäume des Amtswäldchens müssten jedoch gefällt werden, um Platz für die neuen Stellplätze zu schaffen.

Kritik der Umweltschützer

Umweltschutzorganisationen und Anwohner protestieren gegen die Abholzung. Sie argumentieren, dass das Amtswäldchen eine wichtige grüne Lunge im dicht bebauten Köpenick sei und Lebensraum für zahlreiche Tierarten biete. „Dieser kleine Wald ist unersetzlich für das Mikroklima und die Naherholung“, so ein Sprecher der Bürgerinitiative. Die Rodung würde zudem den ohnehin knappen Grünflächen in der Umgebung weiter zusetzen. Die Aktivisten fordern den Bezirk auf, das Bauvorhaben zu stoppen und alternative Standorte zu prüfen.

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Reaktion des Investors

Der Investor kontert die Kritik und betont die Notwendigkeit des Projekts. „Der Supermarkt versorgt die Anwohner mit Lebensmitteln und schafft Arbeitsplätze. Der neue Parkplatz entlastet die angespannte Parksituation in der Altstadt“, erklärt ein Unternehmenssprecher. Zudem sei der Eingriff in den Baumbestand minimal und werde durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert. Der Investor verweist auf die langwierigen Genehmigungsverfahren und die Einhaltung aller Umweltauflagen.

Ausblick und Entscheidung

Die endgültige Entscheidung über das Bauprojekt liegt beim Bezirksamt Treptow-Köpenick. Dieses muss abwägen zwischen den wirtschaftlichen Interessen, der Versorgungssicherheit und dem Umweltschutz. Eine Anhörung der Bürgerinitiative ist für die kommenden Wochen geplant. Sollte das Projekt genehmigt werden, könnten die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen. Umweltschützer kündigen jedoch rechtliche Schritte an, falls die Rodung des Amtswäldchens nicht verhindert wird.

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