Ludwigslust beschließt Klimaschutzkonzept mit 28 Maßnahmen
Ludwigslust beschließt Klimaschutzkonzept mit 28 Maßnahmen

Nach etwa anderthalb Jahren Arbeit hat die Stadtvertretung Ludwigslust das Klimaschutzkonzept der Stadt verabschiedet. Das Konzept enthält einen Maßnahmenkatalog mit 28 Punkten, der als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe dienen soll. Bürgermeister Stefan Pinnow erklärte, dass der Stadt bislang eine Richtlinie in Hinblick auf den Klimaschutz gefehlt habe. Mit dem Konzept habe man nun Leitplanken und könne sich auf den Weg machen.

Für das Konzept wurden eine Energie- und Treibhausgasbilanz erstellt sowie lokale Akteure und Bürger befragt. Federführend war Klimamanager Rüdiger Falk, unterstützt von der Berliner Firma Energielenker. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem die kommunale Wärmeplanung, Sanierungsfahrpläne für kommunale Gebäude, Photovoltaik-Parkplatzüberdachungen, öffentliche Trinkwasserspender und die weitere Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED. Auch die Etablierung des Klimaschutzes als zentrale Verwaltungsaufgabe ist ein wichtiger Punkt.

In der Diskussion äußerte Stadtvertreter Dennis Augustin Zweifel, dass die Stadt mit dem Konzept das Klima verändern könne. Er befürchtete, dass Geld verschwendet werde, das die Stadt nicht habe. Reiner Altenburg widersprach und verwies auf die wissenschaftliche Belege für den menschengemachten Klimawandel. Uwe Langmaack kritisierte, dass seit der Ausrufung des Klimanotstands 2019 wenig passiert sei. Ein Antrag, das Konzept erneut in den Ausschüssen zu beraten, wurde abgelehnt.

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Willem Smakman bezeichnete das Konzept als flexiblen Kompass, der anpassbar sei. Die Umsetzung hänge von den finanziellen, personellen und technischen Ressourcen der Stadt ab. Letztendlich stimmte die Stadtvertretung mehrheitlich für das Konzept. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Umsetzung vorzubereiten und regelmäßig zu evaluieren. Die Stadtvertretung muss über Fortschritte und Schwierigkeiten informiert werden.

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