Acht Wochen nach dem tragischen Tod des Buckelwals Timmy an einem Strand in Dänemark ist ein erbitterter Streit um die Kosten für die Rettungsversuche ausgebrochen. Wie BILD exklusiv berichtete, streiten sich zwei Millionäre darüber, wer wie viel für die letztlich gescheiterten Rettungsaktionen zahlen soll. Nun mischt sich auch die Politik ein: Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) fordert ebenfalls Geld von den beiden vermögenden Männern.
Streit um Kosten für Rettungsversuche
Die beiden Millionäre, deren Namen nicht genannt wurden, hatten sich ursprünglich bereit erklärt, die Kosten für die Rettung des gestrandeten Wals zu übernehmen. Nach dem Tod des Tieres kam es jedoch zum Zerwürfnis über die Verteilung der Rechnungen. Die genauen Summen, um die gestritten wird, sind nicht bekannt, aber es geht um mehrere zehntausend Euro.
Ministerium stellt Rechnung
Umweltminister Backhaus verlangt nun ebenfalls Geld von den Millionären. Sein Ministerium habe verschiedene Leistungen erbracht, die nun in Rechnung gestellt würden. Dazu gehören unter anderem die Koordination der Rettungsmaßnahmen, der Einsatz von Mitarbeitern sowie die Nutzung von technischem Gerät. Die genaue Höhe der Forderung ist noch nicht öffentlich bekannt, dürfte aber im fünfstelligen Bereich liegen.
Reaktionen der Millionäre
Die beiden Millionäre reagierten unterschiedlich auf die Forderung des Ministers. Einer von ihnen zeigte sich bereit, die Kosten zu übernehmen, sofern eine detaillierte Aufstellung vorgelegt werde. Der andere lehnte die Zahlung mit der Begründung ab, dass die Rettungsaktion ohnehin zum Scheitern verurteilt gewesen sei und das Ministerium keine zusätzlichen Kosten verursacht habe.
Hintergrund der Tragödie
Der Buckelwal Timmy war vor acht Wochen an einem Strand in Dänemark gestrandet. Trotz intensiver Rettungsversuche durch freiwillige Helfer, Behörden und die beiden Millionäre, die die Aktion finanzierten, konnte das Tier nicht gerettet werden und starb. Der Vorfall hatte international für Aufsehen gesorgt und eine Debatte über den Umgang mit gestrandeten Meeressäugern ausgelöst.
Ausblick
Der Streit um die Kosten droht sich nun weiter zu verschärfen. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnte der Fall vor Gericht landen. Umweltminister Backhaus betonte, dass die Steuerzahler nicht für die Kosten aufkommen sollten, die durch die Rettungsversuche entstanden seien. Die Millionäre stünden in der Verantwortung, da sie sich freiwillig zur Übernahme der Kosten bereit erklärt hätten.



