Das Prinzenbad in Berlin-Kreuzberg ist am Dienstagmorgen erneut geschlossen geblieben. Grund ist ein Brand in einem Schaltschrank, wie eine Sprecherin der Berliner Bäder-Betriebe mitteilte. Ein Teil müsse ausgetauscht werden, die Dauer der Reparatur sei unklar. Man gehe aber davon aus, dass der Badebetrieb im Laufe des Tages wieder aufgenommen werden könne.
Temperaturen steigen auf bis zu 34 Grad
Die Hitzewelle in Berlin und Brandenburg nimmt weiter Fahrt auf. Nach einem angenehmen Wochenstart sind zur Wochenmitte Temperaturen zwischen 30 und 34 Grad möglich. Die Waldbrandgefahr in Brandenburg steigt damit wieder deutlich an, nachdem Regenfälle in den vergangenen Tagen für eine kurze Entspannung gesorgt hatten.
„Die Hitzeperiode wird weiter anhalten und die Gefahr wird zur Wochenmitte wieder deutlich ansteigen“, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel. Bislang gab es in dieser Waldbrandsaison rund 130 Feuer.
Neuer Telefon-Service warnt Senioren vor Extremwetter
Der Verein Silbernetz hat einen neuen Wetter-Service für ältere Menschen in Berlin gestartet. Über ein Infotelefon werden Nutzer automatisch informiert, wenn der Deutsche Wetterdienst vor Hitze, Sturm oder Glatteis warnt. „Extreme Wetterlagen können insbesondere für ältere und alleinlebende Menschen zur Belastung werden“, erklärte Silbernetz-Leiterin Kerstin Winkler. Ziel sei es, frühzeitig zu informieren und konkrete Hilfe zu organisieren.
Der Service richte sich besonders an Menschen ohne Internetzugang, sagte Silbernetz-Sprecherin Amira Mahdi. Ältere Menschen können sich telefonisch anmelden und erhalten Verhaltenstipps, etwa zum Schutz vor Hitze, zu kühlen Aufenthaltsorten oder zur sicheren Lagerung von Medikamenten. Bei Bedarf vermittelt Silbernetz praktische Unterstützung durch Ehrenamtliche, etwa für Einkäufe oder die Besorgung von Medikamenten.
Erfahrungen aus Neukölln fließen ein
Das Angebot basiert auf einem Vorgängerprojekt in Neukölln. „Wir haben gemerkt, dass das Angebot gebraucht wird“, sagte Mahdi. Der Verein sucht derzeit weitere ehrenamtliche Helfer, um den Service auszubauen. Das Angebot ist kostenfrei und wird von der Lotto-Stiftung Berlin gefördert. Anmeldungen sind über das Infotelefon möglich.
DLRG warnt vor Leichtsinn beim Baden
Die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) warnt vor Leichtsinn und Überschätzung am Wasser. Bei großer Hitze sei es wichtig, vor dem Schwimmen erst abzukühlen und nicht abrupt ins Wasser zu springen. Der große Temperaturunterschied zwischen heißer Luft und kühlem Wasser könne zu Gesundheitsproblemen führen.
Columbiabad bleibt weiter geschlossen
Neben dem Prinzenbad ist auch das nahegelegene Columbiabad nach wie vor geschlossen. Die Betreiber gehen davon aus, dass das Schwimmer-, Nichtschwimmer- und das Planschbecken am 3. Juli öffnen können. Ursprünglich war die Wiedereröffnung für den 18. Juni geplant. Grund für die Verzögerung ist ein fehlerhafter Bestellprozess bei der Beschaffung von Aktivkohle für die Wasserfilter der beiden großen Schwimmbecken.



