Zum zweiten Mal in diesem Jahr ist eine Mitschwimm-Demonstration in Berlin gegen das pauschale Badeverbot in der Spree wetterbedingt ausgefallen. Nach heftigen Regenfällen am Freitag war die Wasserqualität nicht ausreichend, um im Fluss zu schwimmen, teilte ein Sprecher des Vereins Flussbad Berlin mit. Der Verein hatte zu der Aktion unter dem Motto „101 Jahre Badeverbot abwählen!“ aufgerufen.
Protest am Ufer statt im Wasser
Statt in die Spree zu springen, versammelten sich nach Angaben der Veranstalter etwa 100 Menschen am Ufer, um gegen das seit 1925 geltende Schwimmverbot zu demonstrieren. Seit dem 20. Mai 1925 ist das Baden in der innerstädtischen Spree nicht mehr erlaubt. Der Verein Flussbad Berlin setzt sich dafür ein, das Verbot schrittweise in Erlaubnisse oder Freigaben umzuwandeln. Ein Monitoring-System könnte beispielsweise über die Wasserqualität informieren und so gezielte Freigaben ermöglichen.
Bereits im Mai ausgefallen
Bereits im Mai war die geplante Schwimm-Demonstration wetterbedingt abgesagt worden – damals wegen Regen und Gewitter. Die nächsten Aktionen sind nun für den 20. August und 20. September geplant, wie der Verein mitteilte.
Hintergrund des Badeverbots
Das Badeverbot in der Spree besteht seit über 100 Jahren und gilt für den gesamten innerstädtischen Bereich. Der Verein Flussbad Berlin kritisiert, dass das pauschale Verbot nicht mehr zeitgemäß sei und durch moderne Überwachung der Wasserqualität ersetzt werden sollte. Ziel ist es, an bestimmten Stellen und zu bestimmten Zeiten das Schwimmen zu erlauben, sofern die Wasserqualität dies zulässt.



