Steinmeier mahnt fünf Jahre nach Flutkatastrophe zu Klimaschutz
Steinmeier mahnt fünf Jahre nach Flut zu Klimaschutz

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstag bei einer Gedenkstunde im nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf an die Opfer der verheerenden Flutkatastrophe vor fünf Jahren erinnert. Dabei bezeichnete er das Extremwetterereignis als eine unmissverständliche Warnung und mahnte zu entschlossenem Handeln gegen den Klimawandel.

184 Tote und immense Zerstörung

Im Juli 2021 hatten extremer Starkregen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu Überschwemmungen geführt, bei denen 184 Menschen ums Leben kamen. Tausende verloren ihr Zuhause, die Schäden beliefen sich auf Milliardenhöhe. Steinmeier betonte: „Wir schulden den Menschen, die in jener Nacht alles verloren haben, den ernsthaften, konsequenten Willen, dafür zu sorgen, dass wir auf solche Katastrophen besser vorbereitet sind und dass wir das uns Mögliche tun gegen den fortschreitenden Klimawandel.“

Klimaschutz als zentrale Aufgabe

Der Bundespräsident warnte davor, den Klimaschutz im Industrieland Deutschland aus den Augen zu verlieren. Deutschland müsse sich besser schützen – mit Warnsystemen, die jeden erreichen, mit einem Hochwasserschutz, der auf die veränderten Verhältnisse eingestellt sei, und mit vorbereiteten Kommunen. Weder beim Kampf gegen die Ursachen solcher Katastrophen noch beim Bemühen, widerstandsfähiger gegen Hitze, Dürre und Extremwetter zu werden, sei Deutschland bereits „da, wo wir eigentlich sein müssten“.

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Lob für Solidarität und Einsatzkräfte

Steinmeier lobte die außergewöhnliche Solidarität der Menschen nach der Katastrophe. Aus dem ganzen Land seien Helfer gekommen – mit Schaufeln, Eimern, Werkzeug und Kuchen – und hätten angepackt, „auch als die Fernsehkameras längst wieder abgezogen waren“. In der Stunde der Not sei Deutschland ein starkes, solidarisches Land gewesen. Der Präsident dankte zudem den Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei, Rotem Kreuz, Bundeswehr und zahlreichen Hilfsorganisationen.

Forderungen nach besserem Katastrophenschutz

Steinmeier unterstrich, dass die Flut von 2021 eine Mahnung sei, die Konsequenzen aus der Katastrophe zu ziehen. Neben dem Klimaschutz müsse der Katastrophenschutz gestärkt werden. Dazu gehörten moderne Warnsysteme, ein angepasster Hochwasserschutz und eine bessere Vorbereitung der Kommunen. Der Bundespräsident forderte die Politik auf, hier entschlossen zu handeln.

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