Stützrampe aus 200 Tonnen Steinen soll Schwarze Elster retten
Stützrampe aus 200 Tonnen Steinen für Schwarze Elster

In der Schwarzen Elster in Südbrandenburg beginnt an diesem Mittwoch der Bau einer Stützrampe aus mehr als 200 Tonnen Wasserbausteinen. Ziel ist es, den Wasserstand des Flusses anzuheben und die Lebensbedingungen für Fische wie Barben, Rapfen und Flussneunaugen zu verbessern, wie das Umweltministerium mitteilte.

Hintergrund: Wasserstandsverluste durch Schlammberäumung

In heißen Sommermonaten trocknete die Schwarze Elster, einer der am stärksten regulierten Flüsse Deutschlands, stellenweise aus. Der begradigte Fluss entspringt im Lausitzer Bergland in Sachsen, fließt durch die brandenburgischen Landkreise Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster und mündet in Sachsen-Anhalt in die Elbe.

Grund für das Niedrigwasser sind Wasserstandsverluste nach der Beräumung von Eisenhydroxid-Schlamm. Der bräunliche Schlamm, eine Folge des Braunkohleabbaus in der Lausitz, musste ausgebaggert werden, da er den Abfluss behinderte. Dadurch senkte sich der Flussboden zwischen Plessa und Kahla im Vorjahr um durchschnittlich 40 bis 50 Zentimeter ab, so das Ministerium.

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Bau der Stützrampe unterhalb der Brücke Plessa

Die Stützrampe wird unterhalb der Brücke Plessa in den Flusslauf eingebaut. Dafür werden mehr als 200 Tonnen Wasserbausteine in das Flussbett gebracht und abschließend mit einer Kiesschicht abgedeckt. Der Wasserstand oberhalb der Schwelle soll dadurch um bis zu 30 Zentimeter angehoben werden. Der Hochwasserschutz sei nicht beeinträchtigt, betonte das Ministerium.

Das Landesamt für Umwelt (LfU) setzt das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Landesanglerverband um. Die Bauarbeiten sollen noch im Juli abgeschlossen werden.

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