Ein gewaltiger Tornado hat am Mittwochmittag vor Friedrichshafen am Bodensee für Aufsehen gesorgt. Gegen 13.10 Uhr bildete sich das Wetterphänomen über dem Wasser und blieb nahezu 20 Minuten lang sichtbar. Hunderte Menschen verfolgten das Spektakel von der Uferpromenade aus, als der Trichter gefährlich nahe auf das Ufer zuraste. Verletzte oder Schäden wurden zunächst nicht bekannt.
Wasserhose über dem Bodensee: Entstehung und Beobachtung
Laut Deutschem Wetterdienst handelte es sich um eine sogenannte Wasserhose – einen Luftwirbel über einer Wasserfläche. Solche Phänomene entstehen bei bestimmten Wetterlagen und sind selten. Der Tornado war noch kilometerweit sichtbar und sorgte bei zahlreichen Beobachtern für Staunen und Gänsehaut. Viele verließen Restaurants und Geschäfte an der Uferpromenade, um den ungewöhnlichen Anblick zu beobachten. In sozialen Medien berichteten Augenzeugen von Momenten der Angst.
Zweiter Tornado innerhalb kurzer Zeit am Bodensee
Bemerkenswert: Es ist bereits der zweite Tornado über dem Bodensee innerhalb weniger Wochen. Erst vor rund drei Wochen war nahe Lindau ein kleinerer Tornado über dem See beobachtet worden. Auch wenn dieses Mal niemand verletzt wurde, zeigen frühere Ereignisse, welche Kraft Tornados entwickeln können. Daran erinnert der verheerende Tornado von Bützow (Mecklenburg-Vorpommern) im Jahr 2015. Damals wurden 30 Menschen verletzt, Dächer abgedeckt und ganze Straßenzüge verwüstet. Dieses Ereignis gilt bis heute als einer der schwersten Tornados der vergangenen Jahre in Deutschland.



