In den historischen Parkanlagen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) besteht derzeit eine erhöhte Gefahr durch abbrechende Äste und Starkäste. Die Stiftung teilte mit, dass alle Parks in Potsdam, Berlin und Brandenburg betroffen sind. Besuchern wird empfohlen, sich strikt auf den Wegen zu bewegen und Aufenthalte unter Bäumen zu vermeiden.
Ursache Trockenstress: Bäume verlieren Elastizität
Ursächlich für die Gefahren ist die anhaltende Trockenheit. Fehlendes Wasser beeinträchtigt die Baumstatik: Stammholz und Astwerk verlieren ihre natürliche Elastizität und können unvermittelt und ohne erkennbare Vorschäden brechen. Zudem werfen Bäume als Überlebensstrategie Starkäste aktiv ab, rollen ihr Blattwerk ein und befreien sich von starkem Fruchtbehang wie Eicheln, Bucheckern oder Obst.
Regen als zusätzlicher Risikofaktor
Auch Niederschläge, insbesondere in Verbindung mit Unwettern, können zur Gefahr werden. Starkregen erhöht in Kombination mit Windböen das Gewicht auf Kronen und Ästen, was bei bereits geschwächten Bäumen das Bruchrisiko zusätzlich steigert, so die Stiftung.
Die SPSG mahnt daher zur Vorsicht und bittet Besucher, die Warnhinweise zu beachten. Betroffen sind unter anderem der Park Sanssouci, der Neue Garten und der Babelsberger Park in Potsdam sowie der Schlosspark Charlottenburg in Berlin und der Park Glienicke in Brandenburg.



