Waldbrand bei Jüterbog auf acht Hektar ausgeweitet – Feuerwehr hofft auf Regen
Waldbrand bei Jüterbog: Ausdehnung auf acht Hektar

Waldbrand auf ehemaligem Militärgelände

Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog West in Brandenburg hat sich ein Waldbrand auf acht Hektar ausgeweitet. Das gab eine Sprecherin der Regionalleitstelle Brandenburg an der Havel bekannt. Die genaue Ausdehnung wurde mithilfe einer Drohne erfasst. Derzeit wird das Feuer von der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg beobachtet. Für den Nachmittag ist eine erneute Kontrolle durch Einsatzkräfte der Feuerwehr geplant.

Keine direkte Brandbekämpfung möglich

Eine direkte Brandbekämpfung ist aufgrund der starken Munitionsbelastung des Geländes nicht möglich. Die Feuerwehr kann daher nur von Wegen und Brandschneisen aus gegen die Flammen vorgehen. Dies erschwert die Löscharbeiten erheblich. Der Einsatz wird voraussichtlich mehrere Tage andauern, und die Einsatzkräfte hoffen auf ergiebigen Regen, um die Ausbreitung einzudämmen.

Gefahr durch Rauch und Warnhinweise

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnte die Bevölkerung in der Region vor starker Rauchentwicklung. Die Warnmeldung empfiehlt, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Eine unmittelbare Gefahr für Anwohner bestand nach Angaben der Regionalleitstelle jedoch nicht.

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Hintergrund: Immer wieder Brände auf dem Altlastengebiet

Der Brand brach im Bereich Jüterbog West nahe dem Wurzelberg aus, auf der westlichen Seite des ehemaligen Truppenübungsplatzes. Das Gelände ist stark mit Munitionsresten aus militärischer Nutzung belastet, was bei Bränden eine besondere Herausforderung darstellt. In den vergangenen Jahren kam es hier immer wieder zu Waldbränden, die oft nur durch kontrolliertes Abbrennen oder Abwarten von Regen bewältigt werden konnten.

Die Brandfläche von acht Hektar entspricht etwa elf Fußballfeldern. Aufgrund der Munitionsbelastung ist der Einsatz von Löschfahrzeugen oder Hubschraubern in weiten Teilen des Areals nicht möglich. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg überwacht das Feuer kontinuierlich und koordiniert die Maßnahmen mit der Feuerwehr.

Auswirkungen auf die Umwelt

Durch die Rauchentwicklung sind auch umliegende Naturschutzgebiete betroffen. Der Brand führt zu einer lokalen Belastung der Luftqualität. Experten befürchten zudem, dass durch die Hitze Munitionsreste explodieren und weitere Brände auslösen könnten. Bisher gibt es jedoch keine Berichte über derartige Vorfälle.

Die Feuerwehr bleibt in erhöhter Alarmbereitschaft. Sollte der Regen ausbleiben, könnte sich der Brand weiter ausdehnen. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, die Warnhinweise zu beachten und das betroffene Gebiet zu meiden.

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