Wasserknappheit in München: Rasensprengen und Poolbefüllung verboten
Wasserknappheit: München verbietet Rasensprengen und Poolbefüllung

Wegen akuter Wasserknappheit hat die Stadt München mit sofortiger Wirkung eine Allgemeinverfügung erlassen, die private Poolbefüllung, Rasensprengen und Autowäsche verbietet. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Die Maßnahmen gelten bis voraussichtlich Anfang August und betreffen auch sieben Umlandgemeinden.

Wasserverbrauch auf Rekordhoch

Laut einem Sprecher der Stadt ist der tägliche Wasserverbrauch in München auf über 360 Millionen Liter gestiegen – der normale Durchschnitt liegt bei 300 Millionen Litern. Die für die kommenden Tage vorhergesagten Niederschläge dürften nicht ausreichen, um die angespannte Situation zu entspannen. Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) betonte: „Nach einem außergewöhnlich trockenen Winter und Frühling sind die vorhandenen Ressourcen der Wasserversorgung Münchens derzeit äußerst strapaziert.“

Verbotene Aktivitäten im Detail

Die Allgemeinverfügung untersagt unter anderem das Befüllen privater Pools, das Sprengen von Rasenflächen sowie das Abpumpen von Wasser aus Seen und Flüssen. Auch das Waschen privater Fahrzeuge außerhalb von Waschanlagen ist nicht erlaubt. Zuwiderhandlungen können mit Bußgeldern bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Die Regelung gilt zunächst bis Anfang August und erstreckt sich auch auf sieben Umlandgemeinden.

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Appell an die Bürger

Krause appellierte auf sozialen Netzwerken an die Bürger, sich an die Regeln zu halten, damit sich die Grundwasserpegel erholen. „Wasser ist unser kostbarstes Lebensmittel, lassen Sie uns damit sorgsam umgehen“, so der Oberbürgermeister. Bereits Ende Juni hatte Krause die Münchner zum Wassersparen aufgerufen. Damals kündigte die Stadt an, Grünanlagen und Sportflächen weniger oder gar nicht mehr zu bewässern. Zudem wurden zehn der 150 Zierbrunnen mit besonders hohem Verbrauch abgeschaltet.

Hintergrund der Maßnahmen

Die extreme Trockenheit der vergangenen Monate hat die Wasserversorgung Münchens stark belastet. Ein außergewöhnlich trockener Winter und Frühling führten zu niedrigen Grundwasserpegeln. Die Stadtwerke München sowie das Referat für Klima- und Umweltschutz (RKU) haben die verpflichtenden Sparmaßnahmen mit dem Oberbürgermeister abgestimmt. Die Behörden hoffen, dass die Verbote ausreichen, um eine Verschärfung der Situation zu verhindern.

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