Ein offensichtlich nicht verkehrstüchtiger Lkw-Fahrer ist am Montagabend mit seinem Gespann auf der A20 unterwegs gewesen. Zwei couragierte Fahrer – ein Autofahrer und ein anderer Lkw-Fahrer – griffen ein, um den alkoholisierten Fahrer zu stoppen. Der 57-jährige Fahrer hatte 1,79 Promille Alkohol im Blut, wie die Polizei mitteilte.
Warnblinkanlage und riskantes Manöver
Ein 50 Jahre alter Autofahrer bemerkte den in Schlangenlinien fahrenden Lkw und setzte sich hinter ihn. Er schaltete die Warnblinkanlage ein, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen. Ein weiterer, bislang unbekannter Lkw-Fahrer stellte sich zeitweise vor den Lastwagen des 57-Jährigen, um ihn zu verlangsamen und zum Halten zu bringen. Der angetrunkene Fahrer überholte den Helfer jedoch links und drängte ihn auf den Standstreifen ab.
Der Autofahrer hatte die Polizei bereits alarmiert. Nach seinen Angaben touchierte der 57-Jährige mehrfach die Leitplanke am rechten Fahrbahnrand. Als der Lkw schließlich auf dem Seitenstreifen stoppte, sprach der Zeuge den Fahrer an, roch starken Alkohol und entdeckte eine angebrochene Schnapsflasche im Führerhaus.
Weiterfahrt trotz Stopps
Während der Zeuge zur Polizei zurückging, setzte der Lkw-Fahrer seine Fahrt fort. An einem Rastplatz hielt er erneut, woraufhin der unbekannte Lkw-Fahrer sein Fahrzeug vor das Gespann setzte. Die Polizei entdeckte die Zugmaschine samt Auflieger schließlich hinter der Anschlussstelle Pasewalk Süd und sah ebenfalls die Schlangenlinien. Das Gespann wurde gestoppt. Eine Atemalkoholkontrolle ergab 1,79 Promille. Die Beamten zogen den Führerschein des Fahrers ein.
Ermittlungen und Dank der Polizei
Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Nötigung und Unfallflucht. Sie dankte den couragierten Beteiligten für ihr beherztes Eingreifen.



