KI-Assistenten Maxi, Kibus, Kicc: So hilft KI hessischen Finanzämtern
KI-Assistenten Maxi, Kibus, Kicc: So hilft KI Finanzämtern

Hessen setzt in seiner Finanzverwaltung zunehmend auf Künstliche Intelligenz (KI), um Steuerhinterziehung effizienter zu bekämpfen und die Arbeit der Steuerfahnder zu erleichtern. Die Tools mit den Namen „Maxi“, „Kibus“ und „Kicc“ unterstützen bei der Recherche, der Analyse von Massendaten und der Aufdeckung illegaler Steuergestaltungen. Finanzminister Alexander Lorz (CDU) erklärte beim Besuch von Finanzämtern in Gießen und Wiesbaden: „Künstliche Intelligenz ist kein Selbstzweck – sie ist unser Werkzeug, um Steuergerechtigkeit im 21. Jahrhundert durchzusetzen.“ Er betonte, dass KI menschliche Expertise nicht ersetze, sondern passgenau verstärke.

„Maxi“ ersetzt mühsames Nachschlagen in Gesetzestexten

Die KI „Maxi“ entlastet die Beschäftigten laut Ministerium durch schnelle Recherche in Gesetzen, Handbüchern und internen Dokumenten. Dies ermögliche eine zügigere Bearbeitung von Steuerfällen. Zudem kann der digitale Wissensassistent komplette Texte aus mehr als 100 Sprachen übersetzen. Die Programme laufen vollständig in der hessischen Steuercloud auf besonders geschützten Servern in Deutschland, um Datenschutz und Datensicherheit zu gewährleisten.

„Kibus“ hilft bei der Suche nach Verdachtsfällen

„Kibus“ wird eingesetzt, um Steuerhinterziehung systematisch zu erkennen – selbst in Massendaten. Das Tool kann große Datenmengen auswerten, verborgene Tatbestände aufdecken und komplexe Zusammenhänge erkennen. „Kibus hilft dabei, Relevantes zu finden – selbst wenn nicht im Voraus klar ist, wonach gesucht wird“, erläuterte das Ministerium. Dies sei besonders bei der Auswertung von Datenleaks oder komplexen Steuergestaltungen von unschätzbarem Wert.

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„Kicc“ im Kampf gegen Cum-Cum-Deals

Im Ermittlungszentrum Kapitalertragsteuer im Finanzamt Wiesbaden wird „Kicc“ eingesetzt, eine KI speziell gegen Cum-Cum-Geschäfte. Bei diesen illegalen Deals erlangen ausländische Inhaber deutscher Aktien unrechtmäßige Steuervorteile. Hessen als Deutschlands wichtigster Finanzmarktstandort sei besonders anfällig für komplexe Steuergestaltungsmodelle. Lorz erklärte: „Die Datenmengen sind enorm – so sind bildlich gesprochen sieben Schiffscontainer voller Dokumente keine Seltenheit.“ „Kicc“ mache diese Flut an Informationen systematisch handhabbar.

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