In Bonn bleiben 60 der 75 Stadtbahnen voraussichtlich bis Mitte August außer Betrieb. Grund sind Materialermüdungen, die bei einer Routinekontrolle entdeckt wurden. Die Stadtwerke Bonn teilten mit, dass die Überprüfungen länger dauern als zunächst angenommen. Ein Gutachterteam werde in den kommenden zwei Wochen ein Untersuchungskonzept vorlegen, auf dessen Basis die Fahrzeuge geprüft werden sollen. Damit zerschlägt sich die Hoffnung der Geschäftsführung, dass die Bahnen schon in der kommenden Woche wieder fahren könnten.
Hintergrund der Kontrollen
Die Materialermüdungen wurden bei einer Routinekontrolle beanstandet. Daraufhin mussten die betroffenen Fahrzeuge kurzfristig aus dem Verkehr gezogen werden. Die Stadtwerke betonen, dass die Sicherheit der Fahrgäste oberste Priorität habe. „Sicherheit geht vor Schnelligkeit“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführerin Anja Wenmakers. „Wir nehmen uns die Zeit, die es braucht, für die intensivierte Prüfung unserer Fahrzeuge.“
Auswirkungen auf den Nahverkehr
Der Ausfall von 60 Bahnen führt zu erheblichen Engpässen im Bonner Nahverkehr. Pendler müssen mit längeren Wartezeiten und volleren Zügen rechnen. Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) haben den Bonnern 20 Straßenbahn-Wagen ausgeliehen, um die Situation zu entschärfen. Diese Leihe soll nun verlängert werden. Die Stadtwerke arbeiten daran, den Fahrplan so gut wie möglich anzupassen.
Weitere Belastungen für Pendler
Neben den Stadtbahn-Ausfällen ist auch eine für die Stadt wichtige Rhein-Brücke noch lange gesperrt. Dies belastet den Verkehr in Bonn zusätzlich. Die Stadtwerke bitten die Fahrgäste um Verständnis und Geduld. Die Prüfungen der Bahnen werden mit Hochdruck vorangetrieben, jedoch ohne Abstriche bei der Sicherheit.



