Fahrplananpassung der BVG U1 in Berlin: Was Fahrgäste jetzt wissen müssen
Berlin. Bauarbeiten auf den Berliner U-Bahn-Linien U1 und U3 sorgen seit dem 5. Juni für erhebliche Einschränkungen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben eine Langsamfahrstelle eingerichtet und die Linienführung vorübergehend angepasst. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Änderungen und Hintergründe zusammen.
Langsamfahrstelle zwischen Kottbusser Tor und Hallesches Tor
Wie die BVG mitteilte, fahren die Züge auf dem Abschnitt zwischen den U-Bahnhöfen Kottbusser Tor und Hallesches Tor nur noch mit einer reduzierten Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde. In einer Pressemitteilung heißt es, diese „Langsamfahrstelle (…) im Vorfeld einer Instandhaltungsmaßnahme an den Gleisanlagen eingerichtet“ worden sei. Die Geschwindigkeitsbegrenzung gilt seit dem 5. Juni und wird voraussichtlich bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten bestehen bleiben.
Geänderte Linienführung der U1 an Werktagen
Um einen verlässlichen Fahrbetrieb sicherzustellen, wird die Linienführung der U1 wochentags vorübergehend angepasst. Die U1 endet montags bis freitags bereits am U-Bahnhof Nollendorfplatz und fährt nicht mehr bis zur Warschauer Straße. In der BVG-App wird dies als „Schadensereignis“ bezeichnet: Die U1 fahre „aufgrund eines Schadensereignisses“ nicht zwischen Nollendorfplatz und Warschauer Straße. Hintergrund sind starke Mängel am Oberbau – also an Schienen und Schwellen – auf der Hochbahn in Berlin-Kreuzberg, wie der „Tagesspiegel“ bereits vor fünf Jahren berichtete. Eine Sanierung sei nun unumgänglich.
U3 übernimmt den Abschnitt allein
Während die U1 normalerweise von Uhlandstraße bis Warschauer Straße fährt und die U3 zwischen Krumme Lanke und Warschauer Straße verkehrt, teilen sich beide Linien den gemeinsamen Abschnitt zwischen Nollendorfplatz und Warschauer Straße. Seit dem 5. Juni übernimmt die U3 diesen Abschnitt montags bis freitags allein – und fährt dort laut „Tagesspiegel“ nur noch mit zwei statt drei Zügen, allerdings im Fünf-Minuten-Takt. Seit Ende 2025 verkehrt die U3 zudem mit acht statt sechs Wagen zwischen Krumme Lanke und Warschauer Straße, was die Einschränkungen teilweise abfedert.
Empfehlungen der BVG für Fahrgäste
Fahrgäste werden von der BVG gebeten, für Fahrten zwischen Nollendorfplatz und Warschauer Straße die Linie U3 zu nutzen. An Samstagen und Sonntagen bleibt das Angebot unverändert: U1 und U3 verkehren weiterhin regulär im Zehn-Minuten-Takt. Die BVG betont, dass die Vorbereitungen für die Instandhaltungsmaßnahme laufen. Sobald eine belastbare Zeitschiene für den Abschluss der Arbeiten absehbar sei, werde darüber informiert.
Hintergrund: Sanierung des Oberbaus
Die aktuellen Einschränkungen sind auf erhebliche Mängel am Oberbau der Hochbahn in Kreuzberg zurückzuführen. Bereits vor fünf Jahren berichtete der „Tagesspiegel“ über die Schäden, die nun eine Sanierung erzwingen. Die BVG arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck an der Behebung der Probleme, um den normalen Fahrbetrieb so schnell wie möglich wiederherzustellen.



